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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Die Enkelgeneration in der familialen Pflege

„Die Enkelgeneration im ambulanten familialen Pflegesetting bei Demenz: Was sind ihre Erfahrungen und Bilanzierungen? Gibt es Auswirkungen auf die intergenerationelle Pflegebereitschaft und Belastungsprävention?“ Sofern keine therapeutischen Durchbrüche erzielt werden, muss bei dementiellen Erkrankungen laut Viertem Altenbericht, mit einer Zunahme auf...

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„Die Enkelgeneration im ambulanten familialen Pflegesetting bei Demenz: Was sind ihre Erfahrungen und Bilanzierungen? Gibt es Auswirkungen auf die intergenerationelle Pflegebereitschaft und Belastungsprävention?“ Sofern keine therapeutischen Durchbrüche erzielt werden, muss bei dementiellen Erkrankungen laut Viertem Altenbericht, mit einer Zunahme auf 1,4 Mio. bis 2020 gerechnet werden. Pflegende Angehörige gelten als Risikogruppe, d.h. sie sind selber gefährdet, zu erkranken. Belastungen in ambulanten Pflegesettings wirken sich i. d. R. auf das ganze familiale Umfeld aus, jedoch wissen wir über die Erfahrungen der jungen Generation erst wenig. Auf diesem Hintergrund entstand die Forschungsstudie „Die Enkelgeneration im ambulanten familialen Pflegesetting bei Demenz: Was sind ihre Erfahrungen und Bilanzierungen?“ Die Studie wird von der Referentin im Rahmen eines Promotionsstipendiums bei der Heinrich-Böll-Stiftung durchgeführt und von Prof. Dr. Karl betreut. Die qualitativ-explorative Studie aus der Perspektive der angewandten Gerontologie verbindet die Themen „familiale Pflege“ und „familiale Generationenbeziehungen“ mit ihren jeweils dazugehörigen Ansätzen. Als bündelnde meta-theoretische Position dient der Lebensweltansatz von Alfred Schütz. Bei allen siebzehn InterviewpartnerInnen liegen direkte Pflege– bzw. Betreuungserfahrungen vor, teilweise als „multilokale Mehrgenerationenfamilie“ (Bertram). Berichtet wurden sowohl belastende als auch bereichernde Erfahrungen. In dieser Veranstaltung wird die oben genannte Forschungsstudie vorgestellt, wozu folgende Themen gehören: • Ambulante Pflegesettings bei Demenz. • Familiale Generationenbeziehungen aus soziologischer Sicht. • Zusammensetzung des Samples und Feldzugang • Die Erhebung: Problemzentrierte Interviews nach Witzel. • Die Auswertung: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. • Eine Demonstration der Arbeit mit MAXqda, einem speziellen Programm zur qualitative Datenanalyse. • Die ersten Zwischenergebnisse. BERTRAM, HANS (2000): Die verborgenen familiären Beziehungen in Deutschland: Die multilokale Mehrgenerationenfamilie. In: Kohli, Martin; Szydlik, Marc (Hg): Generationen in Familie und Gesellschaft. Opladen BMFSFJ - BUNDESMINISTERIUM FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND (2002): Vierter Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland: Risiken, Lebensqualität und Versorgung Hochaltriger – unter besonderer Berücksichtigung dementieller Erkrankungen. (Vierter Altenbericht), Berlin FLICK, UWE (1998): Qualitative Forschung. 3. Aufl., Reinbek bei Hamburg. KARL FRED ( 2003): Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Gerontologie – ein multi- und interdisziplinäres Projekt. In: Karl, Fred (Hg): Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Gerontologie. Weinheim, München. KUCKARTZ, UDO (1999): Computergestützte Analyse qualitativer Daten. Opladen / Wiesbaden. LÜSCHER, KURT; LIEGLE, LUDWIG: Generationenbeziehungen in Familie und Gesellschaft. Konstanz, 2003 BemerkungTermine: 29.06.06, 8.30 – 18.00/ 17.07, 13.00 – 18.00 Uhr Zuordnungen: ASG-H6, ASG-S1, D2-KEmo, D1-HBd FB 04 Sozialwesen Uni Kassel SS2006 Philipp Metzen