Uni-München
14. März 2017Seminar Die Kirche denken Brennpunkte ekklesialer Identitätsdiskurse im antiken Christentum
Was ist die Kirche? Was bedeutet ecclesia? Und was heißt es, ein Christianus bzw. eine Christiana zu sein? Das sind Fragen, zentrale Fragen, die untrennbar miteinander zusammenhängen und die theoretisch wie praktisch an Grunddimensionen des christlichen Glaubens rühren. Zugleich sind...
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Jetzt Lernplan erstellenWas ist die Kirche? Was bedeutet ecclesia? Und was heißt es, ein Christianus bzw. eine Christiana zu sein? Das sind Fragen, zentrale Fragen, die untrennbar miteinander zusammenhängen und die theoretisch wie praktisch an Grunddimensionen des christlichen Glaubens rühren. Zugleich sind dies Fragen, mit denen sich das antike Christentum als einer zentralen Epoche der institutionellen wie theologischen Formierung von Kirche erstmals und in vielschichtig kreativer Weise auseinandergesetzt hat. Und viele jener Antworten und Positionen, um die das antike Christentum diesbezüglich gerungen hat, sind gleichsam als Grundelemente in die DNA der kirchlichen Identität und des kirchlichen Selbstverständnisses eingegangen – mit prägender und belebender Wirkung bis hinein in die Theologie des 20. und 21. Jahrhunderts, allem voran in die Ekklesiologie des Zweiten Vatikanums.
Der Zugang zu diesen ekklesiologischen Grunddimensionen, den dieses Seminar wählt, läuft dabei nicht in erster Linie über Begriffe oder Systeme, sondern er orientiert sich zunächst einmal an verschiedenen geschichtlichen Brennpunkten und Konstellationen, in denen (situationsbedingt) Konflikte und Diskussionen um einzelne Fragen nach dem aufbrachen, was Kirche ist, wie sie gedacht, verstanden und gelebt werden kann bzw. soll. Diese Diskursformationen können uns heute den Blick freigeben auf eine überaus spannende und facettenreiche Vielschichtigkeit und Lebendigkeit des kirchlichen (Selbst-)Verständnisses. In diesen Brennpunkten bündeln sich zugleich theologische und (kirchen-)politische Fragekomplexe und menschliche Schicksale auf eine faszinierende Art und Weise und es werden Prämissen, Denk- und Lebensgewohnheiten sichtbar, die es uns heute erleichtern zu verstehen, warum die Zeitgenossen bestimmte theologische Konzepte aufgenommen und andere als gefährlichen Irrtum verworfen haben.
Der Blick ad fontes auf einige Brennpunkte kirchlicher Identitätsdiskurse lohnt sich also durchaus – nicht zuletzt deshalb, weil er in der Lage ist, unser heutiges ekklesiologisches (Selbst-)Verständnis zu bereichern, zu hinterfragen und zu erneuern.
Einschlägige Literaturtitel werden in der Seminarveranstaltung bekanntgegeben.
Voraussetzungen
Studierende des modul. Magister müssen folgende Voraussetzungen zum Erwerb von ECTS-Punkten erfüllt haben:
Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch.
Die Module P 1 bis P 6 müssen bestanden sein.
Leistungsnachweis
modul.: Bei erfolgreicher Modul(-teil-)prüfung am Ende des WiSe können 3 ECTS-Punkte erworben werden.
nicht modul.: Es kann ein (Haupt-)Seminarschein erworben werden.
Zielgruppe
modul.: Magister, BA-NF, RS, HS, GS, MA-BB, MA-WiPäd
nicht modul.: Diplom, LA, MA-NF
Anmeldung
Diese Veranstaltung ist vorab über LSF online-belegpflichtig.
Die Belegfrist beginnt am 26.09.2016 und endet am 10.10.2016.
Katholisch-Theologische Fakultät
Studierende des modul. Magister müssen folgende Voraussetzungen zum Erwerb von ECTS-Punkten erfüllt haben:
Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch.
Die Module P 1 bis P 6 müssen bestanden sein.
modul.: Bei erfolgreicher Modul(-teil-)prüfung am Ende des WiSe können 3 ECTS-Punkte erworben werden.
nicht modul.: Es kann ein (Haupt-)Seminarschein erworben werden.
LMU München
WiSe 1617
Schneider Peter