Uni-München
14. März 2017Seminar Die Symphonien von Ludwig van Beethoven
Die Beethovenschen Symphonien kennt man. Kennt man sie wirklich? Man kann sie jedenfalls nicht genug studieren, sind sie doch die Grundlage für die Symphonik des gesamten 19. Jahrhunderts von Berlioz bis Mahler (wenn nicht gar bis Schostakowitsch) ebenso wie für...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Beethovenschen Symphonien kennt man. Kennt man sie wirklich? Man kann sie jedenfalls nicht genug studieren, sind sie doch die Grundlage für die Symphonik des gesamten 19. Jahrhunderts von Berlioz bis Mahler (wenn nicht gar bis Schostakowitsch) ebenso wie für die musikwissenschaftliche Disziplin Analyse (seit E. T. A. Hoffmanns berühmter Rezension der 5. Symphonie). Und je näher man sich mit den vertrauten Werken beschäftigt, desto mehr wundert man sich über sie.
Das Seminar soll die Werke anhand von intensiver Analyse auch einzelner Sätze in ihrer jeweiligen Eigenart erfassen, paarige Komplementärverhältnisse von Werken wie auch Besonderheiten der Instrumentenbehandlung herausarbeiten, der spezifischen Logik musikalischen Denkens bei Beethoven in kritischer Auseinandersetzung mit der Literatur nachspüren, aber auch Entstehungsumstände und die zeitgenössische Rezeption der Werke beleuchten - ergänzt durch einen finalen Seitenblick auf den ganz anderen Weg, den der späte Schubert mit seiner großen C-Dur-Symphonie D 944 beschritt.
Jeder sei ermuntert, sich vorab schon Taschenpartituren einzelner Werke (die man ein Leben lang brauchen kann) anzuschaffen, z.B. Studienpartituren der Reihe -Bärenreiter Urtext- (alternativ von Henle oder Breitkopf). In jedem Fall sollte man die Zeit vor dem Semesterbeginn nutzen, um die Werke sich einmal konzentriert mit Partitur anzuhören.
Literatur zur Vorbereitung:
Carl Dahlhaus: Ludwig van Beethoven und seine Zeit, Laaber 1987.
Renate Ulm (Hrsg.): Die 9 Symphonien Beethovens. Entstehung, Deutung, Wirkung, München/Kassel etc. 1994.
Department Kunstwissenschaften
BA Musikwissenschaft Hauptfach und BA Nebenfach Kunst, Musik, Theater: Referat (ca. 20 Minuten) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen).
Die Prüfungsleistungen werden benotet!
LMU München
SoSe 2015
Prof.Dr.
Schick Hartmut