Uni-München
14. März 2017Seminar Die Urgeschichte
Die biblisches Urgeschichte gehört zu den großen Erzählungen, in denen erklärt wird, wie und warum die Welt so geworden ist, wie sie von den antiken Autoren und Adressaten wahrgenommen wurde: Gut, aber auch bedroht, voller Leben, aber auch voller Gewalt...
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Jetzt Lernplan erstellenDie biblisches Urgeschichte gehört zu den großen Erzählungen, in denen erklärt wird, wie und warum die Welt so geworden ist, wie sie von den antiken Autoren und Adressaten wahrgenommen wurde: Gut, aber auch bedroht, voller Leben, aber auch voller Gewalt und insofern immer auf Stabilisierung und Bewahrung angewiesen. Daher hat es die exegetische Beschäftigung mit Gen 1-11 auch mit grundlegenden Fragen der Schöpfungslehre und der Anthropologie zu tun, die in einem Seminar zum Thema nicht ausgeklammert werden können, weil sie jede Interpretation mit bestimmen. In literarhistorischer und theologischer Perspektive sollen folgende Texte behandelt werden: Der doppelte Schöpfungsbericht in Gen 1-3, die Sintfluterzählung in Gen 6-9, Kain und Abel (Gen 4) und der sog. babylonische Turmbau (Gen 11). Dabei soll der Vergleich der priesterschriftlichen und der nichtpriesterschriftlichen Textanteile im Mittelpunkt stehen. Ausgehend von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Paralleltexte sollen die Argumente älterer und neuerer Forschungspositionen geprüft werden, wie die Entstehung der Urgeschichte erklärt werden kann. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Wandel des Gottes- und des Menschenbildes in Gen 1-11, zu dem auch ausgewählte altorientalische Quellen (in Übersetzung) mit herangezogen werden. Das Seminar ist gut geeignet als Einführung und Vertiefung zu Fragen des Pentateuchs und der alttestamentlichen Theologiegeschichte im Ganzen.
Literatur (ausführliche Literaturhinweise in der ersten Stunde):
• M. Witte, Die biblische Urgeschichte. Redaktions- und theologiegeschichtliche Beobachtungen zu Gen 1,1-11,26, BZAW 265, Berlin/New York 1998
• N. C. Baumgart, Die Umkehr des Schöpfergottes. Zu Komposition und religionsgeschichtlichem Hintergrund von Gen 5-9, HBS 22, Freiburg 1999
• M. Arneth, Durch Adams Fall ist ganz verderbt ... Studien zur Entstehung der alttestamentlichen Urgeschichte, FRLANT 217, Göttingen 2007
• A. Schüle, Der Prolog der hebräischen Bibel. Der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Genesis 1-11)
• W. Bührer, Am Anfang… Untersuchungen zur Textgenese und zur relativ-chronologischen Einordnung von Gen 1-3, FRLANT 256, Göttingen 2014
Bemerkung
Abeitsaufwand: 2-4 Std
Voraussetzungen
AT-Proseminar, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats bzw. eines Protokolls
Zielgruppe
P / M
Downloads
DateinameBeschreibunggültig vongültig bis
Crusemann, Eigenstandigkeit der Urgeschichte, 11-29.pdf Text für 2. Sitzung: Crüsemann
Buhrer, Am Anfang, 13-16.pdf Text für 2. Sitzung: Bührer
S Urgesch. AB 3. Stunde 2016.pdf Arbeitsblatt für die 3. Sitzung
S Urgesch AO Kosmogonien.pdf Übersicht ao Kosmogonien für 3. Sitzung
Bauks, Welt am Anfang, 92-107.141-146.pdf Text M. Bauks zur 3. Sitzung
Steck, Schopfungsbericht der Priesterschrift, 199-223.pdf Text O. H. Steck zur 3. Sitzung
Gen 1,1-2,4a LXX (Gottingen).pdf Gen 1,1-2,4a LXX (Göttinger Ausgabe)
Gen 1,1-2,4a LXX (Rahlfs).pdf Gen 1,1-2,4a LXX (Rahlfs)
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Evangelisch-Theologische Fakultät
AT-Proseminar, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats bzw. eines Protokolls
LMU München
WiSe 1617
Prof.Dr.
Hartenstein Friedhelm