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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Dimensionen des Grotesken in Graphiken des 15 bis 19 Jahrhunderts

Das Seminar beschäftigt sich zunächst mit der Wiederentdeckung antiker Ornamentmalereien bei Ausgrabungen im Rom des ausgehenden 15. Jahrhunderts und deren Nachwirkungen in der Kunst des 16. Jahrhunderts. Nicht nur versuchen sich berühmte Maler der Zeit, wie Luca Signorelli und Raffael...

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Das Seminar beschäftigt sich zunächst mit der Wiederentdeckung antiker Ornamentmalereien bei Ausgrabungen im Rom des ausgehenden 15. Jahrhunderts und deren Nachwirkungen in der Kunst des 16. Jahrhunderts. Nicht nur versuchen sich berühmte Maler der Zeit, wie Luca Signorelli und Raffael sehr bald selbst in der Kunst der grotesken Ornamentik. Die Forschung hat darüber hinaus mehrfach auf die Zusammenhänge zwischen der Wiederentdeckung der grotesken Ornaments und der Entstehung der experimentellen druckgraphischen Gattung des Capriccio hingewiesen. André Chastel spricht im Zusammenhang des groteske Ornaments von einer zügellosen Malerei und wie im grotesken Ornament so sind auch im Capriccio die üblichen Regeln und Normen der Kunst außer Kraft gesetzt. Neben der Kunst des grotesken Ornaments vor allem in der Zeit um 1500 und ihrer besonderen Stellung im Kontext der Kunsttheorie der Zeit, wird das Seminar sich mit Capriccio-Serien von Künstlern wie Jacques Callot, Stefano della Bella, Salvatore Rosa, Giovanni Battista Tiepolo, Giovanni Battista Piranesi und Francisco de Goya beschäftigen. Der größte Teil der genannten Capriccio-Serien befindet sich in der graphischen Sammlung des Museum Schloss Wilhelmshöhe und wird im Rahmen des Seminars vor Ort im Original betrachtet. Die Kuratorin der Sammlung wird eine Einführung in die Geschichte der druckgrafischen Techniken geben und eine Führung durch die Graphische Sammlung des Museum Schloss Wilhelmshöhe durchführen. Literatur zur Einführung: André Chastel, Die Groteske. Streifzug durch eine zügellose Malerei, Berlin 1997. Rudolf Berliner und Gerhart Egger, Ornamentale Vorlageblätter des 15.-19. Jahrhunderts, 3 Bde., München 1981. Katalog der Ausstellung Das Capriccio als Kunstprinzip. Zur Vorgeschichte der Moderne von Arcimboldo und Callot bis Tiepolo, Ekkehard Mai (Hg.), Wallraff-Richartz-Museum, u.A.; 1996. Ekkehard Mai und Joachim Rees (Hg.), Kunstform Capriccio, Von der Groteske zur Spielform der Moderne, Köln 1997. Michail Bachtin, Rabelais und seine Welt, Frankfurt a. M. 1995. Bemerkung Module BA 1.0: I b1; I b2; II b1; II b2; V b; V c BA 2.0: I c; II b1; II b 2; II c; III a; III b1 BA 2.1: II b 1; II b 2; II c; III a; III b1   L1: Modul 2, 6, 7 L2: Module 3, 12, 13, 14 L3: Module 4, 13, 14, 15, 16, 24 Voraussetzungen Teilnahmebedingungen: Neben der regelmäßigen Teilnahme werden die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, und die individuelle Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen vorausgesetzt. Kunsthochschule Kassel Teilnahmebedingungen: Neben der regelmäßigen Teilnahme werden die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, und die individuelle Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen vorausgesetzt. Uni Kassel WiSe 2015/16 Dr. Märtens Susanne