Uni-Essen
14. März 2017Seminar Wahlbeteiligung im internationalen Vergleich
Das Seminar besteht aus zwei Teilen: Theorie und Praxis. Im der ersten Hälfte des Semesters erarbeiten wir theoretische Zugänge zur Erklärung von Wahlbeteiligung in europäischen Ländern. Wir werden uns sowohl mit Theorien der Mikro- als auch der Makro-Ebene beschäftigen. Theorien...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Seminar besteht aus zwei Teilen: Theorie und Praxis. Im der ersten Hälfte des Semesters erarbeiten wir theoretische Zugänge zur Erklärung von Wahlbeteiligung in europäischen Ländern. Wir werden uns sowohl mit Theorien der Mikro- als auch der Makro-Ebene beschäftigen.
Theorien der Marko-Ebene wollen Wahlbeteiligung mit institutionellen Charakteristika, wie z.B. das Wahlsystem (Mehrheits- oder Verhältniswahlrecht), die Existenz einer Wahlpflicht oder die Existenz kompetitiver Wahlkreise, erklären. Desweiteren werden Institutionen als politische Akteure verstanden, die ein Interesse haben Wähler zu mobilisieren, und versuchen diese deshalb durch verschiedene Strategien zur Stimmabgabe bei Wahlen zu bewegen.
Mikro-Theorien wiederum erklären das Wahlverhalten mit soziodemographischen Merkmalen (alter, Bildung), oder psychologischen Variablen wie Einstellungen (Parteineigung) und Wertorientierungen (Internalisierung der Wahlnorm als Bürgerpflicht). Es existiert eine Reihe von Theorien, die sich grob dem ökonomischen (Rational Choice, Public Choice), dem soziologischen und dem sozialpsychologischen Paradigma zurechnen lassen. Im Seminar werden wir uns Studien aus allen drei Theoriefamilien widmen.
Fragestellungen, die wir untersuchen können z.B. sein:
• Inwiefern wirkt sich die Existenz einer Wahlpflicht auf die Wahlbeteiligung aus?
• Beteiligen sich Menschen mit höherer formaler Bildung durchschnittlich häufiger an Wahlen?
• Gehen Menschen, die Wählen für eine Bürgerpflicht halten, häufiger zur Wahl?
• Wählen ältere Menschen häufiger als junge Menschen?
Im zweiten Teil des Seminars werden die gewonnen Erkenntnisse praktisch umgesetzt. Wir werden mit dem Statistikprogramm Stata (evtl. anfangs nochmal mit SPSS) Theorien der Wahlbeteiligung empirisch testen. Dazu erhalten Sie eine Einführung in Stata und in die lineare und logistische Regressionsanalyse mit Stata.
Studierende mit Methodenaffinität, insbesondere Interesse an quantitativer Forschung, und solche, die es werden wollen, sind in diesem Seminar bestens aufgehoben. Sie sollten ein gewisses Maß an Arbeitsbereitschaft mitbringen, da das Erlernen von Stata und von Techniken der Regressionsanalyse ein wesentlicher Bestandteil des Seminars sind.
DAS SEMINAR STEHT STUDIERENDEN ALLER PRÜFUNGSORDNUNGEN OFFEN!
Sozialwissenschaften
Universität Duisburg-Essen
SoSe 2013
Powi B.A., Politikwissenschaft (Bachelor of Arts)
Dr. rer. pol.
Rabuza Florian pol