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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar documenta urbana Auf dem Weg zur Stadt der Zukunft

Vor 24 Jahren hat es in Kassel eine erste documenta urbana gegeben. Auf Anregung von Arnold Bode, dem Initiator der documenta, verwirklichten 1982 internationale Avantgarde-Architekten in der Kasseler Dönche eine experimentelle Wohnsiedlung. Parallel dazu und als kritische Alternative organisierte Lucius...

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Vor 24 Jahren hat es in Kassel eine erste documenta urbana gegeben. Auf Anregung von Arnold Bode, dem Initiator der documenta, verwirklichten 1982 internationale Avantgarde-Architekten in der Kasseler Dönche eine experimentelle Wohnsiedlung. Parallel dazu und als kritische Alternative organisierte Lucius Burckhardt einen Rahmen für die künstlerische und theoretische Auseinandersetzung mit der Stadt. Unter dem Titel „documenta urbana - sichtbar machen“ ist diese umfangreich dokumentierte und publizierte Aktion in die Annalen eingegangen. Wie würde heute in Zeiten der Globalisierung, der Transformation, der schrumpfenden Städte und des geringeren wirtschaftlichen Wachstums eine documenta urbana aussehen? Die Pfeiffer-Stiftung für Architektur an der Universität Kassel initiiert gemeinsam mit dem Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung eine Reihe von Veranstaltungen über die Visionen urbaner Entwicklungen. Die Zeit vor und während der documenta 12 im Jahr 2007 soll Künstlern, Soziologen, Architekten, Planern und Philosophen die Möglichkeiten eröffnen, ihre Sicht auf die Zukunft der Stadt zu diskutieren. Im November 2005 fand ein erstes viel beachtetes Symposium statt. Unter dem Titel „Auf dem Weg zur Stadt der Zukunft“ wurden neuartige Sichtweisen auf Stadt und Architektur diskutiert. Der Tagungsband liegt zum Beginn des Wintersemesters den Studierenden als Reader vor. Das kommende Symposium in der Kunsthochschule am 4.11.2006 wird sich mit den Fragen der Globalisierung und deren Auswirkungen auf den städtischen Raum beschäftigen. Unter dem Titel -Die Inversion des Raumes - Nah ist fern, fern ist nah- soll die Umkehrung der natürlichen Wahrnehmung von Entfernung thematisiert werden: Nahes erscheint den Menschen heutzutage vielfach fremder und weniger relevant als Entferntes. Worin die -Inversion des Raumes- tatsächlich besteht, wie die Menschen mit ihr umgehen, welche Folgen sie für die Stadt und die Architektur hat, das alles soll Thema dieser Veranstaltung in den Räumen der Kunsthochschule Kassel sein. Die prominent besetzte Debatte wird u.a. von Meinhard von Gerkan, Hamburg, Jorge Mario Jauregui, Rio de Janeiro, und der documenta 12 – Künstlerin Imogen Stidworthy, Liverpool, geführt. Für 2007 sind weitere Veranstaltungen in Planung (Symposium, Workshop, Ausstellung). Dabei kooperieren wir mit der Leitung der documenta12. In einer Reihe von documenta-urbana-Seminaren wird Studierenden die Möglichkeit eröffnet, aktiv an der Entwicklung und Gestaltung der documenta-urbana-Aktivitäten in diesem und dem nächsten Jahr mitzuwirken und einzelne Themen der aktuellen Debatten theoretisch zu vertiefen. Für das Seminar im Wintersemester ist folgender Ablauf vorgesehen: Mitwirkung bei der Durchführung des internationalen Symposiums im November, Nachbereitung und Auswertung (in Zusammenarbeit mit den Referenten). Inhaltliche Vertiefung der Themen des Symposiums, Einordnung der Beiträge im Kontext historischer und aktueller Entwicklungen der städtebaulichen Utopien, Diskussion über Möglichkeiten der Weiterentwicklung der documenta-urbana-Aktivitäten. ACHTUNG: Bitte Aushänge zu Beginn des Semesters beachten. Weitere Informationen zur documenta urbana und den Symposien: www.documenta-urbana.de FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WS 2006/2007 Architektur Stadt- und Regionalplanung Univ.-Prof. Dipl-Ing. Schulze Wolfgan