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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Dónde acaba Espana Spanische Kolonialgeschichte des 20 Jahrhunderts

¿Dónde acaba España? Spanien, das einstige -Reich, in dem die Sonne nicht untergeht-, scheint diese Frage auch nach dem Ende der Kolonialzeit für sich noch immer nicht abschließend geklärt zu haben. Davon zeugen die immer wieder auftretenden Diskussionen um die...

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¿Dónde acaba España? Spanien, das einstige -Reich, in dem die Sonne nicht untergeht-, scheint diese Frage auch nach dem Ende der Kolonialzeit für sich noch immer nicht abschließend geklärt zu haben. Davon zeugen die immer wieder auftretenden Diskussionen um die Zugehörigkeit Gibraltars sowie der Streit um die Petersilieninsel, bei dem es 2002 gar zu einer Konfrontation zwischen spanischen und marokkanischen Truppen kam. Auf den ersten Blick wirken die von Spanien vertretenen Positionen inkonsistent, einerseits einen legitimen Anspruch auf das auf der Iberischen Halbinsel gelegene britische Gibraltar zu haben, andererseits aber die Exklaven Ceuta und Melilla an der nordafrikanischen Küste als nicht verhandelbare integrale Bestandteile des spanischen Staates zu erachten. Nachvollziehbar wird diese Argumentation mit ihren verschiedenen historischen, geographischen und völkerrechtlichen Aspekten erst durch die Beschäftigung mit der neueren spanischen Kolonialgeschichte. Die Entwicklungen, die sich nach dem Niedergang des überseeischen Kolonialreiches seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Neuausrichtung der spanischen Kolonialpolitik auf Afrika vollzogen, sollen in dem Seminar nachgezeichnet werden. Im Mittelpunkt stehen die Gebiete auf dem afrikanischen Kontinent, die während des 20. Jahrhunderts zumindest zeitweise unter spanischer Herrschaft standen (Spanisch-Marokko, Spanisch-Guinea, Spanisch-Sahara und Ifni), wobei Ausgestaltung, Auswirkungen und Konsequenzen dieser Fremdherrschaft aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden. Kontrastierend wird anschließend der Fall Gibraltar in den Blick genommen. Parallel zu den fachlichen Inhalten wird in dem Seminar das Augenmerk auf den Prozess der wissenschaftlichen Erarbeitung eines Themas gerichtet. Die einzelnen Themen werden daher in betreuten Projektgruppen erarbeitet und am Ende der Vorlesungszeit dem Plenum präsentiert. Werkstattberichte alle 14 Tage dienen dazu, sich über aufgetretene Herausforderungen und deren Bewältigung auszutauschen. Ziel ist es, im Verlauf des Semesters anhand des eigenen Themas alle Schritte des wissenschaftlichen Arbeitens bis hin zur Konzipierung einer Fragestellung und Gliederung für die eigene Hausarbeit reflektiert und optimiert vollzogen zu haben. Informationen zu einführenden Texten werden in moodle zur Verfügung gestellt. Weiterführende Literatur soll im Rahmen des Seminars selbständig recherchiert werden. Bemerkung Max. 35 Teilnehmer. Eine Anmeldung über moodle (http://moodle.uni-kassel.de/moodle/) bis zum 20.10.2010 ist obligatorisch. Das Zugangspasswort erhalten Sie per Anfrage an nicole.burkhardt@uni-kassel.de. Voraussetzungen Vorausgesetzt werden die regelmäßige und aktive Arbeit innerhalb der Projektgruppe sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, mit spanischsprachigem Material zu arbeiten. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Vorausgesetzt werden die regelmäßige und aktive Arbeit innerhalb der Projektgruppe sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, mit spanischsprachigem Material zu arbeiten. Uni Kassel WiSe 2010/11 Lehrveranstaltungspool FB 02 Wirtschaftspädagogik Molina Cárdenas geb Burkhardt Nicole