Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Einflussfaktoren von schnellen Reaktionen im Sport Fortsetzung im SS 2016
Die angekündigte Veranstaltung stellt das Seminar und somit den ersten Teil des Sportwissenschaftlichen Schwerpunktbereichs B dar. In diesem Seminar werden theoretische Grundlagen vermittelt, die die Studierenden dazu befähigen im zweiten Teil (Projekt im SoSe 2016) ein eigenes kleines Forschungsprojekt durchzuführen....
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Jetzt Lernplan erstellenDie angekündigte Veranstaltung stellt das Seminar und somit den ersten Teil des Sportwissenschaftlichen Schwerpunktbereichs B dar. In diesem Seminar werden theoretische Grundlagen vermittelt, die die Studierenden dazu befähigen im zweiten Teil (Projekt im SoSe 2016) ein eigenes kleines Forschungsprojekt durchzuführen.
Das Seminar setzt sich mit Einflussfaktoren auseinander, die schnelle Reaktionen in sportlichen Handlungssituationen zur Folge haben. In vielen Sportarten müssen Entscheidungen über eine adäquate Reaktion auf Aktionen des Mit- oder Gegenspielers in sehr kurzen Zeitfenstern getroffen werden. Die Kürze der Zeitfenster erlaubt in vielen Fällen keine bewusste Entscheidung über eine der Situation angemessene Handlung. Vielmehr wird durch die Wahrnehmung bestimmter Schlüsselreize weitgehend unbewusst eine entsprechende Handlung ausgelöst. Diesem Mechanismus liegt die Annahme zugrunde, dass zuvor in einem impliziten Lernprozess Regelhaftigkeiten in dem wahrgenommenen Ereignis (z.B. bestimmte Angriff-Aktion in einer Kampfsportart) erkannt und mit einer erfolgreichen Reaktion darauf kognitiv verknüpft werden. Voraussetzung dafür ist eine enge Verknüpfung von Wahrnehmungs- und Handlungsprozessen. Es existieren zahlreiche experimentelle Befunde dazu, wie Wahrnehmungen Handlungen und umgekehrt, wie Handlungen Wahrnehmungen beeinflussen können. Das Ziel des Seminars besteht darin, sich mit den kognitionspsychologischen Theorien, die schnelle Reaktionen erklärbar machen auseinander zu setzen, und in einen Bezug zu Handlungssituationen des Sports zu bringen.
Die Veranstaltung ist in einzelne Teilschwerpunkte gegliedert, die durch eine Präsentation der Kursleiterin vorgestellt und in einer Diskussion mit den Kursteilnehmern vertieft werden sollen. Überdies sollen die Teilnehmer durch die Mitwirkung an Reaktionszeitexperimenten einen Einblick in methodischen Grundlagen dieser bewegungswissenschaftlichen Forschungsrichtung erlangen. Die Studienleistung (Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung) sowie die Modulteilprüfungsleistung ist folgendermaßen festgelegt:
Hommel, B. & Nattkemper, D. (Hrsg.) (2011). Handlungspsychologie. Planung und Kontrolle intentionalen Handelns. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag Berlin Heidelberg.
Kibele, A. (2001). Unbewusste Informationsverarbeitung ein Thema für die Sportwissenschaft?! Lang Verlag: Frankfurt (UniK Signatur: 95 Psy PB 0065)
Kibele, A. (2002). Bewegungspriming. In Leistungssport 5, 56-62
Bemerkung
Die Klausur findet am 10.02.2016 von 10 bis 11:30 Uhr im Raum 033 statt.
Voraussetzungen
Teilnahmevoraussetzung zu dieser Veranstaltung ist die abgeschlossene Zwischenprüfung (L3).
Leistungsnachweis
Studienleistung: Regelmäßige Anwesenheit und aktive Beteiligung
Modulteilprüfungsleistung: Klausur (ca. 60 min)
Zielgruppe
FW WPM L3 – Modul 11
FW WPM L4 – Modul 14 MA
Modul 7 (L3) - Revisionsordnung
FB 05 Sport
Teilnahmevoraussetzung zu dieser Veranstaltung ist die abgeschlossene Zwischenprüfung (L3).
Studienleistung: Regelmäßige Anwesenheit und aktive Beteiligung
Modulteilprüfungsleistung: Klausur (ca. 60 min)
Uni Kassel
WiSe 2015/16
Sport
Dr.
Braun geb Classen Claudia