Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache Forschungskolloquium
Entwicklungstendenzen in der deutschen Gegenwartssprache Prof. Dr. Vilmos Ágel Zeit: DI 14.00-16.00 Raum: KW 5, R. 0019 Beginn: 14. April Inhalt Jede natürliche Sprache verändert sich. Die Veränderungen können dabei auf unterschiedliche Art auffallen: durch einen Kontrast zwischen dem Sprachgebrauch...
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Prof. Dr. Vilmos Ágel
Zeit: DI 14.00-16.00
Raum: KW 5, R. 0019
Beginn: 14. April
Inhalt
Jede natürliche Sprache verändert sich. Die Veränderungen können dabei auf unterschiedliche Art auffallen: durch einen Kontrast zwischen dem Sprachgebrauch von Generationen (Jugendsprache), zwischen mündlichem und schriftlichem Sprachgebrauch, zwischen Dialekt, Alltagssprache und Standard, zwischen älterer und jüngerer Literatursprache (aus Lektüreerfahrung). Der Blick auf möglichen Wandel kann auch durch unterschiedliche Reflexionszusammenhänge (Sprachkritik, Sprachverfallsdebatte) geschärft werden. Was man dabei als ,neu‘, als Wandel, erlebt, kann allerdings trügerisch sein. Deshalb ist es wichtig, wirkliche oder vermeintliche Entwicklungstendenzen immer vor dem Hintergrund sprachhistorischer Abläufe zu betrachten und die Phänomene entsprechend einzuordnen.
Die Liste der Phänomene, die im Seminar erörtert werden sollen, ist offen, Vorschläge von SeminarteilnehmerInnen können und sollen bei der Planung des endgültigen Semesterprogramms mit berücksichtigt werden. Auf jeden Fall behandelt werden sollen: wirkliche oder vermeintliche Entwicklungstendenzen in der Mündlichkeit (z. B. Wortstellung nach weil/obwohl usw., Diskursmarker, Wortstellungsvariation im Satz und am Satzrand, Tempusgebrauch, Progressiv (z. B. Sie ist am Überlegen, ob)), in der Schriftlichkeit (insbesondere Nominalisierungen (inkl. Funktionsverbgefüge) und Attribuierungskomplexität) und generell die grammatische Variation in den Varietäten des Deutschen (Deutschland, Österreich, Schweiz). Bezogen auf das Deutsche in Deutschland sollen auch der Wandel der Nominalflexion (z. B. diesen/dieses Jahres, am Automat/-en) und das (umfassende) Genitivproblem bei Verben, Substantiven und Präpositionen (Kategorie, Form, Stellung, Ersatz) betrachtet werden.
Leistung
Leistungsnachweis durch Hausarbeit (Semesterarbeit), durch mündliche Präsentation (Vortrag, Sitzungsleitung) oder durch Projektarbeit.
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
SoSe 2015
Lehrveranstaltungspool FB 02
Germanistische Literaturwissenschaft
Prof. Dr.
Ágel Vilmos