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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Erkenntnistheoretische Grundlagen interdisziplinärer Forschung zur Genese mentalen 8222 Seins 8220

Naturwissenschaften aber auch die Cognitive Science beschäftigen sich in theoretischer Hinsicht mit den neuronalen und kognitiven Grundlagen mentalen Erlebens. Während die bei den genannten Wissenschaften mit Hilfe bildgebender Verfahren auf neuronaler Grundlage gewonnenen Ergebnisse gleichsam die Letztelemente und der Ausgangspunkt...

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Naturwissenschaften aber auch die Cognitive Science beschäftigen sich in theoretischer Hinsicht mit den neuronalen und kognitiven Grundlagen mentalen Erlebens. Während die bei den genannten Wissenschaften mit Hilfe bildgebender Verfahren auf neuronaler Grundlage gewonnenen Ergebnisse gleichsam die Letztelemente und der Ausgangspunkt der Entwicklung menschlicher Individuen darstellen, ohne allerdings, so die Kritiker, auf eine individuell erlebte Innenperspektive in hinreichendem Masse Rücksicht zu nehmen, vermag gerade die Phänomenologie, so das Argument ihrer Verfechter, eine Deutung der Ergebnisse, die aus der naturwissenschaftlichen Perspektive der 3. Person gewonnen werden auf dem Hintergrund der sinnhaften Dimension der erlebten Innenperspektive des Subjekts zu erschließen. Spricht man diesem Argument eine gewisse Plausibilität zu, dann stellt sich die Frage, ist oder kann die Phänomenologie – speziell die Husserls - mit ihrem methodologischen Rüstzeug eine übergeordnete Theorie zur Verfügung stellen die in der Lage ist, die objektive Sprache, in der wir über die Prozesse des Gehirns sprechen, und die je subjektive Sprache der Bewusstseinsphänomene, zueinander in Beziehung zu setzen? Dieser Frage wollen wir nachgehen, in dem wir uns die von Husserl explizierte Eigenständigkeit einer vorprädikativen Erfahrung auf dem Hintergrund der von Kant angefertigten Analysen der Schemata und des empirischen Typus bei Husserl vergegenwärtigen. Literatur:Lothar Eley: Die Krise des Apriori in der transzendentalen Phänomenologie E. Husserls, Den Haag 1962.Edmund Husserl: Logische Untersuchungen. Zweiter Band. I. Teil. Gesammelte Schriften 3, hrsg. v. Elisabeth Ströker, Hamburg 1992; auch Husserliana Bd. XIX/1, hrsg. v. Ursula Panzer, Den Haag 1984.ders., Erfahrung und Urteil. Untersuchung zur Genealogie der Logik, hrsg. v. Ludwig Landgrebe und mit einem Nach-wort von Lothar Eley, Hamburg 61985.Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft 1. Werkausgabe Bd. III, hrsg. v. Wilhelm Weischedel, Frankfurt am Main 1974. FB 01 Institut für Philosophie Uni Kassel SS 2009 Philosophie HF Class Diethelm