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Uni-München
14. März 2017

Seminar Exemplarische sprachhistorische Studien Indogermanische Werkstatt

Beschreibung: Das Seminar richtet sich an Indogermanisten, indogermanistisch interessierte Studenten des Studiengangs SLK und setzt Grundkenntnisse in indogermanistischer Rekonstruktion (z.B. erworben durch den Besuch der Einführung in die Indogermanistik I und II) voraus. Thema des Seminars sind sprachübergreifende Themen der...

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Beschreibung: Das Seminar richtet sich an Indogermanisten, indogermanistisch interessierte Studenten des Studiengangs SLK und setzt Grundkenntnisse in indogermanistischer Rekonstruktion (z.B. erworben durch den Besuch der Einführung in die Indogermanistik I und II) voraus. Thema des Seminars sind sprachübergreifende Themen der sprachhistorischen indogermanistischen Rekonstruktion. Es sollen aktuelle Arbeiten und Neuerscheinungen auf dem Gebiet der historisch-vergleichenden und indogermanischen Sprachwissenschaft referiert und diskutiert werden. Des weiteren können Bachelor- und Masterstudenten der Indogermanistik eigene etymologische Projekte betreiben, d.h. im Rahmen des Seminar beispielsweise die Etymologie ausgewählter Lexeme des Neuhochdeutschen erforschen und im Seminar vorstellen. Eine weitere Zielgruppe sind Indogermanisten, die mit Abschlussarbeiten befasst sind und im Rahmen des Seminars ein Formu erhalten, ihre Forschungen vorzustellen und kritisch evaluieren und optimieren zu lassen. Mögliche Themenbereiche sind unter anderem: A. Forschungen zur urindogermanischen Wortgeschichte und Etymologie Kompendien, die viele neue Vorschläge zur Etymologie enthalten sind: • Dunkel, George E. 2014. Lexikon der indogermanischen Partikel und Pronominalstämme. Zwei Bände. Heidelberg: Universitätsverlag Winter. • Lipp, Reiner 2009. Die indogermanischen und einzelsprachlichen Palatale im Indoiranischen. 2 Bände. Heidelberg. • sowie rezente Bände der einschlägigen indogermanistischen Fachzeitschriften und rezente Festschriften, z.B. Festschrift Oettinger, Nussbaum und Melchert, und Gedenkschriften (z.B. Gedenkschrift Schindler II). B. Fragen der urindogermanischen Nominal- und Verbalmorphologie • Kümmel, Martin 2004. Zur o-Stufe in der idg. Verbalstammbildung. In: James Clackson, Birgit Anette Olsen (eds.), Indo-European Word Formation. Copenhagen: Museum Tusculanum 2004, 139-158. • Melchert, H. Craig 2012a. Hittite i-verbs of the type -C1i, -aC1C1anzi. IF 117, 173-86. • Melchert, H. Craig. 2013a. Ablaut patterns in the Hittite hi-conjugation. In Proceedings of the 24th UCLA Indo-European Conference, October 26th and 27th, 2012, ed. by Stephanie W. Jamison, H. Craig. Melchert, and Brent Vine. Bremen: Hempen, 137-50. • Melchert, H. Craig und Norbert Oettinger 2009. Ablativ und Instrumental im Hethitischen und Indogermanischen. Ein Beitrag zur relativen Chronologie. Incontri Linguistici 32. 53-79. • Meillet, Antoine 1931. Caractère secondaire du type thématique indo-européen. BSL 32. 194-202. • Oettinger, Norbert 2002. Die Stammbildung des hethitischen Verbums. Nachdruck mit einer kurzen Revision der hethitischen Verbalklassen. Dresden. Verlag der TU Dresden. • Oettinger, Norbert 2012. Das Verhältnis von nominaler und verbaler Reduplikation im Indogermanischen und Anatolischen. In: H. Craig Melchert, The Indo-European Verb. Wiesbaden: Reichert Verlag. 241-246. • Oettinger, Norbert 2013/14. Die Indo-Hittite Hypothese aus heutiger Sicht. Münchener Studien zur Sprachwissenschaft 67,2. 149-176. • Rieken, Elisabeth 2009. Der Archaismus des Hethitischen – eine Bestandsaufnahme. Incontri Linguistici 32. 37-52. • Ringe, Don 2000. Tocharian class II presents and subjunctives and the reconstruction of the Proto-Indo-European verb. TIES 9. 121-142. • Ringe, Don 2012. The hi-conjugation as a PIE subjunctive. In: Olav Hackstein and Ronald I. Kim (eds.), Linguistic Developments along the Silkroad: Archaism and Innovation in Tocharian. Wien: ÖAW. 121-140. • Villanueva Svensson, Miguel 2012. The ablaut of the middle root athematic presents in Indo-European. In. H. Craig Melchert (ed.), The Indo-European Verb. Wiesbaden: Reichert. 333-342. • Zasada, Albert 2015. Untersuchungen zur hethitischen hi-Konjugation. Magisterarbeit München. C. Die Verwandtschaftsverhältnisse der indogermanischen Sprachen: Linguistische Stammbäume, linguistische Phylogenetik • Porzig, Walter 1953.Die Gliederung des indogermanischen Sprachgebiets. Zweite, unveränderte Auflage 1974. Heidelberg. [Kap. I Geschichte der Forschung, Kap. II Methode.] • Anthony, David W. and Don Ringe 2015. The Indo-European Homeland from Linguistic and Archaeological Perspectives. Annual Review of Linguistics 1:199–219. • Chang, Will, Chundra Cathcart, David Hall & Andrew Garrett 2015. Ancestry-Constrained Phylogenetic Analysis Supports the Indo-European Steppe Hypothesis. Language, 91(1), 194-244. URL: http://linguistics.berkeley.edu/~garrett/ChangEtAl-2015.pdf Position des Tocharischen in der indogermanischen Sprachfamilie • Adams, Douglas, Q. 1984. The position of Tocharian among the other Indo-European languages. Journal of the American Oriental Society 104,3. 395-402. [pro Meillets Northwestern Group. Cf. Thomas, Erforschung 1985:129f, 186f. ] • Hackstein, Olav 2005. Archaismus oder historischer Sprachkontakt: Zur Frage westindogermanisch-tocharischer Konvergenzen. In: Gerhard Meiser und Olav Hackstein (eds.), Sprachkontakt und Sprachwandel, Akten der XI. Fachtagung der Indogermanischen Gesellschaft in Halle/ Saale. Wiesbaden. 169–184. • Thomas, Werner 1987. Tocharisch in Kuhns Zeitschrift - ein kritischer Rückblick, in: HS (=KZ/ ZVS) 100. 44-63. • Pokorny, Julius 1919. Die Stellung des Tocharischen im Kreise der indogermanischen Sprachen. Berichte des Forschungsinstituts für Osten und Orient 3. Wien. 24-57. • Schwentner, E. 1943. Die Stellung des Tocharischen im Kreise der übrigen idg. Sprachen. KZ 68. 33-35. Bemerkung Master VIS P6.1 W3-Professur für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Olav Hackstein) MA Vergleichende Indoeuropäische Sprachwissenschaft (P 6.1): Die Veranstaltung wird zusammen mit -Historische Sprachwissenschaft Indogermanisch II: Indogermanisches Verbum- (Hackstein, P 6.2) abgeprüft. Hausarbeit (66.000 - 84.000 Zeichen) oder Projektstudie (90 Stunden). 9 ECTS-Punkte. Benotung. Die Wahl der Prüfungsform liegt beim Dozenten. MA-Profilbereich (WP VIS 5.1): Klausur (60-90 min) oder Hausarbeit (33.000 - max. 42.000 Zeichen). 4,5 ECTS-Punkte. Benotung. Die Wahl der Prüfungsform liegt beim Dozenten. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 3 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Linguistik m/n/o/p- (WP 3.0.14/16/18/20). ODER Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. LMU München SoSe 2016 Univ.Prof.Dr. Hackstein Olav