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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Feyerabends Naturphilosophie

Paul Feyerabend (1924-94) ist bekannt für seine vehemente Kritik an einer universalistischen Auffassung von Vernunft. Denkformen sind nach Feyerabend (Aspekte von) Lebensformen; sie werden mit diesen ausgebildet und auch wieder verloren; sie sollten mit ihnen nach Maßgabe der jeweiligen Bedürfnisse...

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Paul Feyerabend (1924-94) ist bekannt für seine vehemente Kritik an einer universalistischen Auffassung von Vernunft. Denkformen sind nach Feyerabend (Aspekte von) Lebensformen; sie werden mit diesen ausgebildet und auch wieder verloren; sie sollten mit ihnen nach Maßgabe der jeweiligen Bedürfnisse gewählt werden können. Die wissenschaftliche Vernunft ist nach Feyerabend nur eine solche Form. Ihre Ausbildung im frühen Griechentum und die Alternative, gegen die sie durchgesetzt wurde wurde von Feyerabend in einem posthum publizierten Buchfragment rekonstruiert. Feyerabends Darstellung sollte nicht unkritisch gelesen werden. Beachtlich ist ihr weiter Horizont, der wissenschaftstheoretische mit kulturanthropologischen Fragen und die Wissenschafts- und Philosophiegeschichte mit der Literatur- und Kunstgeschichte verbindet. Textgrundlage: P. Feyerabend, Naturphilosophie, hg. von H. Heit und E. Oberheim, Ffm: Suhrkamp 2009 (ergänzend Kap. 17 in: ders., Wider den Methodenzwang. Skizze einer anarchistischen Erkenntnistheorie, Ffm: Suhrkamp 1976) Sekundärliteratur: Chr. Rapp, Vorsokratiker, München: Beck 1997 G.S. Kirk et al., The Presocratic Philosophers, 2nd ed. Cambridge: University Pr. 1983 H. Fränkel, Dichtung und Philosophie des frühen Griechentums, Nach­druck der 3. durchges. Aufl., München 1976 B. Snell, Die Entdeckung des Geistes. Studien zur Entstehung des europäischen Denkens bei den Griechen, 5. durchges. Aufl. Göttingen: V&R 1980 Vorbereitende und einführende Lektüre: P. Feyerabend, Wissenschaft als Kunst, Ffm: Suhrkamp 1984 FB 01 Institut für Philosophie Uni Kassel SoSe 2010 Philosophie HF apl. Prof. Dr. Heinemann Gottfried