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Uni-Dortmund
14. März 2017

Seminar Filmbildung und Vermittlung filmischen Wissens I Abstürze und Aufschwünge im aktuellen filmischen Liebesdiskurs

Kurzbeschreibung Gegenstand des Seminars sind vier aktuelle Filme, die 2012 und 2013 in Deutschland im Kino zu sehen waren und die sich dem Sujet der Liebe in verschiedenen Genres und Tonarten widmen. Anhand der Filme Der Geschmack von Rost und...

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Kurzbeschreibung Gegenstand des Seminars sind vier aktuelle Filme, die 2012 und 2013 in Deutschland im Kino zu sehen waren und die sich dem Sujet der Liebe in verschiedenen Genres und Tonarten widmen. Anhand der Filme Der Geschmack von Rost und Knochen, Silver Linings, Take that Waltz und To the Wonder sollen zum einen das kulturelle Konzept von Liebe, das Verhältnis von Sprache und Liebe und die wiederkehrende Liebesfiktion diskutiert und reflektiert werden. Befragt werden sollen die Szenarien, Problematiken, Lagen und Diskurse der Liebe, die diese Filme entwerfen und entfalten. So wird die Darstellung von Liebe mit Fragen nach dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, den Geschlechtern, der Institution Ehe, und dem, was Normalität ist, auf das Engste verknüpft. Wie lassen sich die Filme diesbezüglich für die Vermittlung mit bereits Gesehenem, Gesagtem, Gemachtem und Geträumtem verbinden? Kurz: Welche Möglichkeiten des Lernens, Lehrens, Handelns und Wissens eröffnen diese Liebesfilme? Dies bedarf zum anderen einer genauen Analyse der narrativen Verfahren und filmischen Mittel, mit denen die Filme ihr Bild von der Liebe hervorbringen und von Aufschwüngen und Abstürzen in Liebesverhältnissen und Beziehungen erzählen. Zudem muss gemeinsam darüber reflektiert werden, was unter Film, Filmrezeption und Filmbildung zu verstehen ist und wie hierzu der Einsatz von Film in der Schule sich verhält und zu gestalten ist. Darüber hinaus soll die transkulturelle und interkulturelle Konstellation mit reflektiert werden, dass drei der zu diskutierenden Filme US-amerkianische Produktionen sind und ein Film eine französisch-belgische Koproduktion ist. Zu fragen ist, ob oder inwiefern sich hierdurch kulturspezifische Aspekte in die Liebesnarration und -darstellung einschreiben. Lernziele/Kompetenzen Die Studierenden werden mit den An- und Herausforderungen der Filmbildung vertraut gemacht und lernen, filmisches Wissen sich anzueignen, um fachlich fundiert und motivierend über Filme zu sprechen und Filmwissen kompetent zu vermitteln. Zudem wird die Lesebiographie perspektiviert und reflektiert. Teilnahmemodalitäten/Voraussetzungen Die Bereitschaft Filme intensiv zu Sichten – d. h. sie mehrfach und unter verschiedenen Perspektiven und Fragestellungen anzuschauen –, in gemeinsamen Diskussionen soziologische, literatur-, kultur- und filmwissenschaftliche Theorien mit dem filmischen Liebesdiskurs zu verknüpfen sowie in Kurzreferaten Filmausschnitte und Vermittlungsvorschläge vorzustellen. Für diese Veranstaltung wird eine Anwesenheitspflicht beantragt. Eignung für das Studium der angewandten Literatur- und Kulturwissenschaft Da sich das Seminar mit Film und der kulturellen Dimension von Liebe beschäftigt, ist die Veranstaltung auch für die Studierenden der angewandten Literatur- und Kulturwissenschaft geeignet. Literatur Für das Seminar anzuschaffen sind folgende Filme auf DVD: Der Geschmack von Rost und Knochen (Frankreich/Belgien 2012, R.: Jacques Audiard); Silver Linings (USA 2012. R.: Davis O. Russell); Take that Waltz (Kanada 2011, R.: Sarah Polley); To the Wonder (USA 2012, R.: Terrence Malick). Zur Lektüre empfohlen: Barthes, Roland: Fragmente einer Sprache der Liebe, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1988; Illouz, Eva: Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007; Luhmann, Niklas: Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität, Frankfurt am Main: Suhrkamp (12. Aufl.) 2012. Modulprüfung In den Veranstaltungen, die dem BLS-Modul zugeordnet sind, gibt es keine seminarbegleitende Modulprüfung (wiss. Hausarbeit/Klausur/Portfolio), da das Modul mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen wird. (vgl.http://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Pr%C3%BCfungsformen_LABG_2009#M.C3.BCndliche_Pr.C3.BCfung_.28Modul_BLS.29) Für eine L4-Modul-Teilleistung wird eine Hausarbeit erwartet. Institut für deutsche Sprache und Literatur Technische Universität Dortmund SoSe 2014 Deutsch BA LABG2009 Dr. Thiele Matthias