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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Geschichte im Film Mediendidaktisch historisches Interesse wecken

Ziele und Inhalte: Das Fach Geschichte ist sowohl strukturell (zwar Nebenfach jedoch als Pflichtfach für alle SuS im Gymnasialzweig bis zum Abitur obligatorisch) als auch vom kognitiven Anspruch her (nicht einfaches Lernen, sondern Reflektieren von Historie) stark fordernd. Der drohende...

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Ziele und Inhalte: Das Fach Geschichte ist sowohl strukturell (zwar Nebenfach jedoch als Pflichtfach für alle SuS im Gymnasialzweig bis zum Abitur obligatorisch) als auch vom kognitiven Anspruch her (nicht einfaches Lernen, sondern Reflektieren von Historie) stark fordernd. Der drohende Eindruck für SuS, man gehe wiederholt linear epochal vor und es gehe um immer wieder dieselben methodischen Ziele, erzeugt oftmals Langeweile und im schlimmsten Falle Dissonanz mit den Lernzielen. Dadurch werden SuS gehindert, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln. Eine Möglichkeit, diesem Eindruck entgegenzuwirken, ist die Einbettung geeigneter Filme im Unterricht. Dabei darf allerdings Lernen nicht durch Showeffekt und die Lehrperson nicht durch G. Knopp & Co ersetzt werden. Zur didaktisch nutzbringenden Verwendung von Filmen gehört ebenso sorgfältige Planung und Analyse wie im nicht an Bildschirmmedien gebundenen Unterricht. In diesem Seminar soll durch Besprechung erfahrungsorientierter Didaktik und planungsrelevanter Beispiele gezeigt werden, wie Filme nicht nur als Alternative zu anderen Materialien genutzt werden können, sondern auch in ihrer Attraktivität als bewegtes Bild den Zugang zu Geschichte für SuS fördern können, so dass es SuS ermöglicht wird, interessengeleitet die Kompetenzziele verfolgen zu können. Im Detail geht es u.a. um: • Didaktik des kompetenzorientierten, interessegeleiteten Lernens • Planung von Unterrichtseinheiten unter Verwendung von Film • Identifizieren geeigneter Genres und Vermeidung kognitiver Hürden • Verknüpfung von Filmmedium und außerschulischen Lernorten • Formulierung von an Filmverwendung orientierten Lernzielen und Identifizieren und Vermitteln geeigneter Methoden Die Studierenden haben in diesem Seminar zudem die Aufgabe, auf der Basis der diskutierten Möglichkeiten selbständig die Planung von Stunden unter Verwendung von Film anhand des Lernaufgabenschemas zu üben. Dazu erhalten sie Feedback aus echter unterrichtlicher Perspektive und können ein Portfolio zur späterer Verwendung in ihrer eigenen Schulpraxis anlegen. Insgesamt also ist das Seminar stark praxisorientiert, vermittelt aber auch grundlegende Kenntnisse der konstruktivistischen und der Ermöglichungsdidaktik. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WiSe 2015/16 Sachunterricht Privatdozent Dr. Ipsen Guido Privatdozent