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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Geschichtlichkeit der Wissenschaftstheorie Wissenschaftstheorie der Historie MO 10-12

Inhalte: Die Erkenntnisformen der Wissenschaft(en) sind nicht nur abhängig von der jeweiligen Disziplin, sondern sie sind auch geschichtlich und kulturell geprägt. Im Seminar besprechen wir die wesentlichen Erkenntnisformen, die für den europäischen Kulturkreis besonders einschlägig sind. Dabei nutzen wir einerseits...

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Inhalte: Die Erkenntnisformen der Wissenschaft(en) sind nicht nur abhängig von der jeweiligen Disziplin, sondern sie sind auch geschichtlich und kulturell geprägt. Im Seminar besprechen wir die wesentlichen Erkenntnisformen, die für den europäischen Kulturkreis besonders einschlägig sind. Dabei nutzen wir einerseits einen wissenschaftssystematischen Ansatz, mit dem wir Denkformen, Wissenschaftsmodelle und Paradigmenwechsel untersuchen. Andererseits kommt ein wissenschaftshistorischer Ansatz zum Tragen, da Erkenntnisformen im Rahmen von Weltbildern entstehen, die mit den sozialhistorischen und ökonomischen Bedingungen ihres jeweiligen Zeitalters verbunden sind. Dies verweist auf die grundlegende Geschichtlichkeit von Wissenschaft und Gesellschaft, die als Basis der Bildung anzusehen ist. Themen im Einzelnen: • Was heißt heute Wissenschaftstheorie in historischer Absicht? • Klassische Formen des Methodenstreits in den Wissenschaften (Kant) • Kritizismus – Dogmatismus (Descartes/Pascal) • Rationalismus – Empirismus (Leibniz/Clarke) • Erklären und Verstehen – Historismus (Dilthey) • Marxistisches Wissenschaftsverständnis (Marx) • Positivismusstreit (Popper/Adorno) • Kritische Theorie der Gesellschaft (Habermas) • Entstehung des neuzeitlichen Wissenschaftsbewusstseins (Galileo) • Klassische und moderne Naturwissenschaft (König) • Soziale Ursprünge der neuzeitlichen Wissenschaft (Zilsel) • Begriff und Entstehung der Geisteswissenschaft (Kuhn) • Wissenschaft und Ethik (Kanz) Die aktive Seminargestaltung durch alle TeilnehmerInnen ist erwünscht. Daher stehen neben dem Dozentenvortrag auch (Gemeinschafts-)Referate und Diskussionen im Vordergrund. Lernziele: Studierende sind in der Lage, die wissenschaftshistorischen Bedingungen von Erkenntnisformen verschiedener Disziplinen zu analysieren. Blumenberg, H.: Die Legitimität der Neuzeit, Frankfurt a. M. 1966 Friedrichs, D.: Geschichte und Didaktik, Weinheim und Basel 1980 Gadamer, H.-G./Boehm, G.: Die Hermeneutik und die Wissenschaften, Frankfurt a. M. 1978 Zilsel, E.: Die sozialen Urspünge der neuzeitlichen Wissenschaft, Frankfurt a. M. 1976 Institut für Optionale Studien IOS Diese Veranstaltung ist im fachfremden Modul E3 nicht geeignet für 2-Fach-BA Studierende der Fak. GeiWi. Regelmäßige Teilnahme und Protokoll (2 Cr.) oder Referat mit Thesenpapier (3 Credits) In E3-Veranstaltungen ist die regelmäßige, aktive Teilnahme mit angemessener Vor-/Nachbereitung Voraussetzung, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Geduldet wird eine entschuldigte (!) Fehlzeit von max. 2x2 SWS bei regulären wöchentlichen Veranstaltungen bzw. 3 Zeitstunden bei Blockveranstaltungen. Universität Duisburg-Essen SS 2010 Professor Friedrichs Dieter