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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Governance im Mehrebenensystem II EU bis international Die Bedeutung von Soft Power in den Internationalen Beziehungen

Im Sommer 2014 erlebten viele Menschen im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft die völkerverbindende Kraft des Sports und die Festveranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages der Landung der Alliierten im Zusammenhang mit dem II. Weltkrieg. Ebenfalls 2014 beteten in Rom der Palästinenserpräsident Abbas...

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Im Sommer 2014 erlebten viele Menschen im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft die völkerverbindende Kraft des Sports und die Festveranstaltungen anlässlich des 70. Jahrestages der Landung der Alliierten im Zusammenhang mit dem II. Weltkrieg. Ebenfalls 2014 beteten in Rom der Palästinenserpräsident Abbas und Israels Staatspräsident Peres zusammen mit Papst Francesco für Frieden im Nahen Osten und die UNESCO-Kommission ernannte das Kloster Corvey zum Weltkulturerbe der Menschheit. Alle vier Ereignisse haben mit -Soft Power- (Joseph S. Nye) in den internationalen Beziehungen zu tun. In einer sich globalisierenden Welt, in der offene, zwischenstaatliche Konflikte, in der Krieg als Mittel der Politik geächtet sind, nehmen zwar innerstaatliche Konflikte, Unruhen und Bürgerkriege zu. Doch gleichzeitig gewinnen -weiche Faktoren- in den internationalen Beziehungen an Gewicht, in Form von Aktivitäten zum Sport, zur historisch-politischen Bildung, der Kultur und der Religionsgemeinschaften. -Soft power- leistet in einer sich globalisierenden Welt wichtige Beiträge für die Vermittlung von Werten und Identitäten, sofern sie ein friedliches Miteinander und einen Prozess der Integration und des gegenseitigen Respekts im Blick haben. Die Lehrveranstaltung setzt sich mit den verschiedenen Faktoren von -Soft power- auseinander Beispielsweise konnten die USA ihre Weltkulturstätten der Menschheit innerhalb von drei Dekaden von zwei auf über zwanzig steigern. Auch andere Länder erzielen beachtenswerte, positive Leistungen im Sinne von -Soft power-, die es näher zu betrachten und zu analysieren gilt. Esch, Arnold: Die Gründung deutscher Institute in Italien 1870-194. Ansätze zu einer Institutionalisierung geisteswissenschaftlicher Forschung im Ausland, in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, 1997, S. 159-188 Holtz, Uwe: Die Rolle der Entwicklungspolitik im interkulturellen Dialog, in: Ihne, Hartmut; Wilhelm, Jürgen (Hg): Einführung in die Entwicklungspolitik. Hamburg, 2006, S. 354-364 Hosseini, Bettina: Die auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens von 1949-1963. Göttingen 1996 Nye, Joseph S.: Soft Power. The means to success in world politics. New York 2004 Rauch, Andreas Martin: Reunited Germany's Foreign Policy on Human Rights, in: German Foreign Affairs Review, 1/98, Vol. 49, p. 58-66 Sommeregger, Andreas: Soft power und Religion. Der Heilige Stuhl in den internationalen Beziehungen. Heidelberg, Berlin 2012 Sozialwissenschaften Universität Duisburg-Essen WiSe 2014/15 LA-Sowi, Lehrämter Sozialwissenschaften (E) Dr. Rauch Andreas