Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Herbert Marcuse 8211 Kritischer Theoretiker der Emanzipation
Herbert Marcuse (1898-1979), für die Generation von 1968 vielleicht der wichtigste, sicherlich aber der bekannteste Vertreter der Kritischen Theorie, versuchte in seinen Schriften und Diskussions-beiträgen immer wieder Auswege aus der Eindimensionalität der bestehenden Gesellschaft aufzuzeigen, die Möglichkeiten einer rebellischen Subjektivität...
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Jetzt Lernplan erstellenHerbert Marcuse (1898-1979), für die Generation von 1968 vielleicht der wichtigste, sicherlich aber der bekannteste Vertreter der Kritischen Theorie, versuchte in seinen Schriften und Diskussions-beiträgen immer wieder Auswege aus der Eindimensionalität der bestehenden Gesellschaft aufzuzeigen, die Möglichkeiten einer rebellischen Subjektivität freizulegen. Bereits der programmatische, aus dem Jahr 1937 stammende Aufsatz `Philosophie und Kritische Theorie´ enthält alle wichtigen Stichworte, die sich auch in seinem späteren Werk wiederfinden:
Als das materialistische Erbe bestimmt wird die Sorge um das Glück der Menschen, ein Motiv, dass sich für Marcuse mit der Notwendigkeit einer die Welt verändernden Praxis verbindet. Mit dem Festhalten an der Vernunft aber als der zentralen philosophischen Kategorie wird das Erbe des Idealismus angetreten. Die Auseinandersetzung mit den ökonomisch-philosophischen Manuskripten von Karl Marx bilden für Marcuses Theorie der Emanzipation und der Wiedergewinnung des menschlichen Wesens ein wichtiges Element, ebenso die Diskussion der Konsequenzen, die sich aus Freuds kulturphilosophischen Überlegungen ergeben. Für Marcuse ist auch hier die Perspektive auf eine weniger repressive Form der Gesellschaft denkbar. Die Bedeutung der Kunst und der ästhetischen Dimension in Marcuses Werk wird ebenfalls Gegenstand dieses Seminar sei
Literatur: Herbert Marcuse, Kultur und Gesellschaft, Frankfurt/M., 1967f, 2Bde// ders.:, Ideen zu einer Kritischen Theorie der Gesellschaft, Frankfurt/M. 1969/ ders.:, Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft, Neuwied/ Berlin 1970// ders.: Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud, Frankfurt/M. 1971//ders.:, Versuch über die Befreiung. Frankfurt/M. 1972// ders.: Die Permanenz der Kunst. Wider eine bestimmte marxistische Ästhetik. Ein Essay, München 1977.
FB 01 Institut für Philosophie
Uni Kassel
WS 2008/2009
Philosophie HF
Lachmann Jürgen