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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Impulse aus der qualitativen Bildungs und Unterrichtsforschung über Schüler als Experten ihrer eigenen Lebenswelten

Ausgangspunkt der Veranstaltung und auch Ausgangspunkt der Projekte im Rahmen meiner qualitativen Bildungs- und Unterrichtsforschung ist die Analyse verschiedener Reproduktionsstätten von -Wissen-. Und vor allem auch die Frage danach, was machen wir mit jeweiligen Wissens--Archiven- machen und was machen sie...

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Ausgangspunkt der Veranstaltung und auch Ausgangspunkt der Projekte im Rahmen meiner qualitativen Bildungs- und Unterrichtsforschung ist die Analyse verschiedener Reproduktionsstätten von -Wissen-. Und vor allem auch die Frage danach, was machen wir mit jeweiligen Wissens--Archiven- machen und was machen sie umgekehrt mit uns. Wie sehen gesellschaftspolitische Bedingungen aus, die bestimmte Wissensformierungen begünstigen und andere dafür in den Hintergrund drängen? – Welche Rolle spielen dabei jeweilige Zeitgeister und wie lassen sie sich überhaupt beobachten und analysieren? – Eine der möglichen Annäherungen, die diesbezüglich eine Rolle spielen werden, sind transkribierte narrative Leitfadeninterviews mit SchülerInnen und Studierenden - als Seismogramm für sich autonomisierende Zeitgeister in aktuellen Bildungslandschaften. Schulen (ebenso wie auch Hochschulen) stellen einen institutionalisierten Dichtepunkt dar, der als solcher leitmotivisch Gegenstand der Interpretation sein muß. Schulisch angebahnte Wissens-, Informations- und /oder Denkofferten finden sich zwischen formal definierten Hierachien und jeweiligen Ordnungsmodellen von Welt und jeweiligen Korridoren von Denkmodellen, die auf Öffnung angelegt sind. -Qualitative Unterrichtsforschung- und entsprechende Kondensate aus der Unterrichtsforschung sind in diesem Zusammenhang nicht zu verstehen als eine Effizienz-Überprüfungsmaschinerie, in der -Didaktik- im Sinne einer Verpackungskunst oder eines bloßen Vermittlungsgeschehens bezogen auf bereits Vorgegebenes zugrundeliegt, sondern die Projekte der qualitativen Unterrichtsforschung sind in diesem Kontext darauf angelegt, nach -geschützten Räumen- zu fahnden, nach Denkräumen, in denen jeweilige Schulbuch-wahrheiten- mit Erfahrungswissen von Schülern konfrontiert und über diese neu-kontextualisiert werden können. Die exemplarisch ausgewählten Schwerpunkte jeweiliger Unterrichtseinheiten sind interdisziplinär und auf integrative Fragestellungen ausgerichtet. Sie berühren thematische Schnittstellenbereiche aus einem Kanon gesellschaftswissenschaftlicher Interessen (wie etwa -Kultur-Technik – Macht – Raum-, -Natur – Mensch – Technik-, -interkulturelles Lernen-, -politische Umweltbildung- -Territorium – Territorialität – Terror-, -Ökologie und Territorialität-). FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel SoSe 2015 Schlüsselkompetenzpool FB05 Prof. Dr. Kruckemeyer Frauke