Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Intermedialität Theater und Film
Dass der Film als künstlerisches Mittel Einzug ins Theater gehalten hat, ist jedem regelmäßigen Theaterbesucher vertraut: Video-Installationen, für die in der Regel neben dem Regisseur ein eigens engagierter Spezialist verantwortlich zeichnet, sind heute künstlerischer Bestandteil zahlreicher Theaterinszenierungen. Dabei reicht das...
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Jetzt Lernplan erstellenDass der Film als künstlerisches Mittel Einzug ins Theater gehalten hat, ist jedem regelmäßigen Theaterbesucher vertraut: Video-Installationen, für die in der Regel neben dem Regisseur ein eigens engagierter Spezialist verantwortlich zeichnet, sind heute künstlerischer Bestandteil zahlreicher Theaterinszenierungen. Dabei reicht das Spektrum von schnell als -schmückendem Beiwerk- abgewerteten kleineren Projektionen bis zu Inszenierungen, bei denen Film und Theater gleichberechtigt eine künstlerische Einheit bilden.
Weniger geläufig scheint demgegenüber der Einsatz theatraler Kunstmittel im Film zu sein. So wurde an Werner Herzogs legendärer Verfilmung von Georg Büchners -Woyzeck- mit Klaus Kinski in der Titelrolle kritisiert, der Film sei zu -theaterhaft- – obwohl gerade an dieser Besonderheit das Regiekonzept dieser Literaturverfilmung deutlich wird.
Die Kulturwissenschaft analysiert Beispiele wie dieses unter dem Oberbegriff der Intermedialität. So werden wir uns in diesem Seminar die verschiedenen Formen der Intermedialität erschließen (Kombinationen von Medien, Bezugnahme von Medien aufeinander, Medienwechsel) indem wir Mischformen von Theater und Film analysieren und reflektieren. Theaterbesuche und Screenings sind daher fester Bestandteil des Seminars und die Bereitschaft dazu ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Als Filme behandelt werden Woyzeck von Werner Herzog, Das Fest von Vinterberg/Rukov und Dogville und Manderlay von Lars von Trier. Welche Theaterinszenierungen wir behandeln können, ist abhängig von den Spielplänen der Theater und steht daher erst zu Seminarbeginn zuverlässig fest. Folgenden Aufführungen wären aufgrund des Einsatzes von Film als künstlerischem Mittel geeignet: Das Fest nach dem Film von Vinterberg/Rukov (Regie: Kay Voges, Schauspiel Dortmund), Manderlay nach dem Film von Lars von Trier (Regie: Hermann Schmidt-Rahmer, Schauspiel Essen), Tannhäuser von Richard Wagner (Regie: Kay Voges, Oper Dortmund), Werther nach Goethe (Regie: Björn Gabriel, Schauspiel Dortmund), Das goldene Zeitalter, eine Stückentwicklung ohne Textvorlage, deren besonderes Merkmal darin besteht, dass sie bei jeder Vorstellung unterschiedlich abläuft (Regie: Kay Voges, Schauspiel Dortmund).
Für den Nachweis der Studienleistung nach LABG 2009 bzw. der Aktiven Teilnahme nach Ba/Ma 2005 sind wahlweise ein Essay oder ein Referat sowie zusätzlich das Bestehen eines Tests in der vorletzten Sitzung erforderlich. Als Modulprüfung nach LABG 2009 bzw. als Leistungsnachweis nach Ba/Ma 2005 kann wahlweise eine Hausarbeit oder eine Klausur in der letzten Sitzung geschrieben werden.
Das Seminar eignet sich darüber hinaus insbesondere für die Angewandten Studiengänge.
Die Termine der gemeinsamen Theaterbesuche werden zu Seminarbeginn bekanntgegeben. Karten zu günstigen Konditionen können im Seminar erworben werden.
Deutsch LABG2009 SoPä
Technische Universität Dortmund
SoSe 2014
Deutsch LABG2009 HRG
Schröder Stefan