Uni-Düsseldorf
14. März 2017Seminar La herida abierta Perspectivas transfronterizas e interculturales en narraciones literarias y cinematográficas sobre la frontera mexicana estadounidense
Die Schriftstellerin Gloria Anzaldúa bezeichnet in ihrem Roman Borderlands / La Frontera (2012) die Grenze zwischen Mexiko und den USA als -herida abierta-. Diese -Wunde- hat sich auch gegenwärtig nicht geschlossen, und die Probleme, die sich aktuell in der Grenzregion...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Schriftstellerin Gloria Anzaldúa bezeichnet in ihrem Roman Borderlands / La Frontera (2012) die Grenze zwischen Mexiko und den USA als -herida abierta-. Diese -Wunde- hat sich auch gegenwärtig nicht geschlossen, und die Probleme, die sich aktuell in der Grenzregion zwischen beiden Staaten verdichten (Migration, Gewalt, Drogenhandel, Ausbeutung, Krieg) wurden während der vergangenen Jahre in der Kunst, namentlich der Literatur und dem Film, der Malerei und der Fotographie, thematisiert. Die Grenze wird hierbei als realer, aber auch symbolischer Raum problematisiert, in dem das Prekäre und Ephemere der menschlichen Existenz zu Tage tritt und sich die Dynamik transkultureller Prozesse ebenso wie der -clash of civilizations- (Huntington) manifestiert. Der Konflikt zwischen Arm und Reich, Süd- und Nordamerika, verdichtet sich an der Frontera norte, wo er in verschiedenster Form erfahrbar wird. Vor diesem Hintergrund soll im Seminar die Wiedergabe von -Grenzerfahrungen- anhand ausgewählter Texte und Filme besprochen werden. Interessierte Studierende können Impulse für mögliche Forschungs- und Studienfelder aus den Aufsätzen der als Doppelnummer im Internet publizierten Zeitschrift iMex - México interdisciplinario / Interdisciplinary Mexico zur Frontera norte (Nr. 8 und 9, hg. von Lizette Jarcinto und Frank Leinen, http://www.imex-revista.com) ableiten. Selbstverständlich können auch andere Werke als die in iMex genannten behandelt werden. Sollten die literarischen oder filmischen Quellen, die das Interesse einzelner Studierender geweckt haben, nicht in der ULB vorhanden sein, bitte ich diese Studierenden darum, mir so schnell wie möglich Bescheid zu geben (Mail an leinen@phil.hhu.de), damit ich die Anschaffung veranlassen kann.
In diesem Zusammenhang erscheint mir der Hinweis wichtig, dass Master-Studierende, die eine AP oder eine aus dem Seminar hervorgehende MA-Arbeit planen, mir spätestens bis vor dem Beginn der ersten Veranstaltungswoche per Mail konkrete Vorschläge unterbreiten, welche Werke und Themen sie analysieren möchten. Hintergrund ist das Ziel, in der Veranstaltung die Interessen und Neigungen der Studierenden zu berücksichtigen und den Anforderungen des forschungsorientierten romanistischen Masterstudiengangs möglichst optimal zu entsprechen. Die Vorab-Meldung per Mail bildet eine wichtige Voraussetzung für die spätere Erteilung einer AP, neben der mündlichen Leistung und der schriftlichen Ausarbeitung (Studienarbeit) eines Themas.
http://www.imex-revista.com/
Gewecke, Frauke (coord.), Espacios, fronteras, territorios: acerca de las prácticas culturales de la Frontera Norte, in: Iberoamericana 46 (junio de 2012), 77-127.
Dies., De islas, puentes y fronteras : estudios sobre las literaturas del Caribe, de la Frontera Norte de México y de los latinos en EE.UU. Madrid: Iberoamericana 2013.
Dies., -Mexiko und MexAmerica: zur Geschichte einer wechselvollen Beziehung-, in: Frank Leinen (Hg.), México 2010. Kultur in Bewegung - Mythen auf dem Prüfstand. Düsseldorf: DUP 2012, S. 243-268.
Ramirez-Pimienta, Juan Carlos (Hg.), El norte y su frontera en la narrativa policiaca mexicana. México: Plaza y Valdés 2005.
Bemerkung
Veranstaltung für Masterstudierende und AbsolventInnen des BA-Studienganges Romanistik mit noch ausstehender Benotung der BA-Arbeit.
Leistungsnachweis
Anmeldung eine Themas, Studienarbeit (Präsentation und schriftliche Ausarbeitung).
Literaturübersetzen (Master, PO 2011)
Anmeldung eine Themas, Studienarbeit (Präsentation und schriftliche Ausarbeitung).
Universität Düsseldorf
SoSe 2016
Univ.-Prof. Dr.
Leinen Frank