Uni-Dortmund
17. Juli 2017Seminar Laokoon Labor Spinnen in Arachnes Werk
Raum 4.234 und Vorort-Termine (werden im Seminar besprochen) Laokoon-Labor Projektleitung: Prof. Dr. Klaus-Peter Busse und Prof. Dr. Barbara Welzel Projektmitarbeiter: Christopher Kreutchen, B.A. Das Laokoon-Labor arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunstgeschichte und Kunstdidaktik. Es experimentiert mit der Verknüpfung fachwissenschaftlicher und...
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Laokoon-Labor
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus-Peter Busse und Prof. Dr. Barbara Welzel
Projektmitarbeiter: Christopher Kreutchen, B.A.
Das Laokoon-Labor arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunstgeschichte und Kunstdidaktik. Es experimentiert mit der Verknüpfung fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Zugangsweisen zu Mythenbildern. Zugleich wird intensiv über das Verhältnis von Visualität und Sprache diskutiert, auch über die Beziehungen zwischen Kunst und Literatur.
Im ersten Projektsemester, dem Wintersemester 2014/15 steht der -Kampf der Giganten- im Mittelpunkt; ab dem Sommersemester 2015 wendet sich das Laokoon-Labor dann mit Laokoon einer der wirkmächtigsten Figurengruppen der Antike zu, die nach ihrer Wiederentdeckung 1506 zu einem Referenzwerk der europäischen Kulturgeschichte wurde.
Seminarbeschreibung:
»Ja nicht allein das vollendete Werk zu betrachten, war eine Freude, sondern auch, seinen Werdegang zu verfolgen: Mit solcher Anmut paarte sich die Kunst. […] Die Lyderin webte Europa, die sich vom Trugbild eines Stieres täuschen ließ. Man könnte glauben, einen wirklichen Stier, ein wirkliches Meer zu sehen. Europa selbst [...]«
(Metamorphosen. VI, 92-121.)
Arachne webt im Wettstreit mit der Göttin Athene alle Liebesaffären der Götter in so hoher Kunstfertigkeit, dass sie das ruhmreiche Gewebe der Göttin überbot und den Wettstreit gewann. Fortan webt sie zur Strafe die Geschicke der Welt als verwandelte Spinne. Wir wollen ihren Faden aufnehmen und den anhaltenden Liaisons der Götter als Stoff unserer europäischen Kultur nachgehen, wobei Kunstwerke Knotenpunkte im dichten Geflecht von Erzählarten darstellen. Im Seminar soll anhand ausgewählter Kunstwerke ein Narrativ für unser kulturelles Gedächtnis entwickelt werden, was sich genau dieser Knotenpunkte bedient, ihre Erzählfäden aufnimmt und sie über die Zeit und Gattungen hinweg zu neuen Gedächtnisteppichen verwebt.Das Seminar wird inhaltlich und strukturell mit dem zeitlich anschließenden Seminar »Über den Umgang mit Pygmalions Liebe« gekoppelt um gemäß der Projektidee sollen Schnittstellen und gewinnbringende Reibungspunkte zwischen Kunstwissenschaft und Kunstvermittlung aufgespürt werden.
Voraussetzung: bestandene Modulprüfung KG1 bzw. KG2 der LABG 2009
Studierende in der LPO 2003 und im Modellversuch besprechen individuelle Studienpläne bitte in den Sprechstunden!
Technische Universität Dortmund
SoSe 2015
Kreutchen Christopher