Seminar Masterplanung en Instrument für Diskurs Strategie Partizipation
Beschreibung In Fortführung klassischer Formate der Rahmen-, Leit-, Entwicklungsplanung haben sich Masterpläne als Instrument informeller Meinungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse für unterschiedlichste Handlungsfelder etabliert. Die ihnen immanente thematische und methodische Offenheit ist verbunden mit einer geringeren definitorischen und rechtlichen Verbindlichkeit. Grundsätzlich...
Was lernst du wirklich?
In diesem Seminar lernst du, wie sogenannte Masterpläne als flexible Werkzeuge in der Stadt- und Regionalentwicklung eingesetzt werden. Sie dienen dazu, informelle Meinungsbildungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse zu steuern und fördern den Austausch, die Strategieentwicklung und die Bürgerbeteiligung. Du wirst verstehen, wie Masterpläne formelle Planungsverfahren vorbereiten und strukturieren, ohne sie zu ersetzen, und dies am Beispiel eines konkreten Projekts wie der Bewerbung für den UNESCO-Welterbe-Status erproben.
Das wirst du lernen
Du verstehst die Funktion und Bedeutung von Masterplänen als flexible Instrumente für informelle Planungs- und Entscheidungsprozesse in der Stadt- und Regionalentwicklung.
Du kannst Masterpläne als Plattformen für Diskurs, Strategieentwicklung und Bürgerbeteiligung konzipieren und anwenden.
Du lernst, wie Masterpläne formelle Planungsverfahren ergänzen und vorbereiten, ohne sie zu ersetzen, und wie sie Transparenz schaffen.
Du entwickelst die Fähigkeit, ein methodisches und inhaltliches Szenario für einen Masterplan zu erstellen, basierend auf konkreten Fallbeispielen.
Du kennst verschiedene Typen von Masterplänen (räumlich, thematisch, strategisch) und ihre Anwendungsfelder.
Passende Berufsfelder
Stadt- und RegionalplanungProjektmanagement im Bereich Stadtentwicklung und InfrastrukturÖffentlichkeitsarbeit und Kommunikation für öffentliche ProjekteBürgerbeteiligung und Community ManagementKultur- und Denkmalpflege (insbesondere bei Welterbe-Projekten)
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Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Beschreibung
In Fortführung klassischer Formate der Rahmen-, Leit-, Entwicklungsplanung haben sich Masterpläne als Instrument informeller Meinungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse für unterschiedlichste Handlungsfelder etabliert. Die ihnen immanente thematische und methodische Offenheit ist verbunden mit einer geringeren definitorischen und rechtlichen Verbindlichkeit. Grundsätzlich eignen sich Masterpläne bei Stadt- und Regionalentwicklung als Plattform für Diskurs, Strategie und Partizipation. In der öffentlichen Planung können und sollen sie nicht die formellen und rechtstaatlichen Verfahren wie Bauleitplanung, Haushaltshoheit und Gesetzgebungsverfahren ersetzen. Aber in deren weiterem Kontext wirken sie vorbereitend und strukturierend für Strategie und zivilgesellschaftlichen Diskurs. Ihre Begründungscluster helfen bei Standortfragen, schaffen Transparenz. Ein Masterplan kann ein planerisches Regiebuch sowohl für einen größeren Rahmen wie für detailbezogene Entscheidungen schreiben, weiterhin als planerisches Narrativ wichtige Impulse für bürgerschaftliche Beteiligung und markenbildende Öffentlichkeitsarbeit bei Projekten und Strategien liefern. Die Verfahren haben in ihren Anwendungen einen räumlichen (territorialen bzw. lokalen), thematischen und/oder strategischen Bezug. Das Seminar behandelt ein möglichst weites Spektrum dieser Angebotsformen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer für das laufende Bewerbungsverfahren -Zollverein und die industrielle Kulturlandschaft- um den UNESCO-Welterbe-Status sowohl als Plenum wie mit individuellen Beiträgen ein methodisches und inhaltliches Szenario für einen möglichen Masterplan dieses industriekulturellen Ensembles erarbeiten.
Geplante Themenfolge
1. Masterpläne und internationale Instrumente einer comprehensive planning
2. Räumliche Masterpläne: Innenhafen Duisburg, Hafencity Hamburg, Ruhrtal, Emscherpark, - tal, Kölner Innenstadt, Innere Stadt Bonn etc.
3. Thematische Masterpläne: Universität – Stadt Bochum, Wissenschaft Dortmund, Licht Lüdenscheid, Wohnen Bielefeld
4. Strategische Masterpläne mit Destinationsbezug: Museumsinsel Berlin, Tourismus Nordrhein-Westfalen und UNESCO-Bewerbung -Zollverein und die industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet- 2013ff.
Die Liste ist noch offen für thematische Modifikationen und Ergänzungen. Eine verbindliche Festlegung erfolgt zu Beginn des Seminars.
Sondertermin
Für das UNESCO-Projekt ist ein ganztägiger Workshop im Umfang von acht Semesterwochenstunden geplant, dessen genaue Terminierung (für das letzte Drittel des Semesters) mit den Seminarteilnehmer(innen)n abgestimmt wird. Die Frequenz der regulären Wochentermine verringert sich dementsprechend.
Literatur (allgemein)
Zöpel, Christoph, Masterpläne: Demokratie zwischen Ideen und Legitimation, in: Der Masterplan für Köln – Albert Speers Vision für die Innenstadt von Köln, Köln 2009/10, 15ff.
Raumplanung
M.Sc. Raumplanung (2012): Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss ist der Nachweis der aktiven Mitarbeit nach Modulhandbuch. Daran werden folgende Anforderungen gestellt:
- qualifizierte regelmäßige Teilnahme mit Vor-, Nachbereitung
- Literatur-, Medien-, Institutionenrecherche und Transfer
- vertiefende Präsentation eines einzelnen Themenmoduls mit Moderation und späterter Überarbeitung nach Seminardiskussion mit Dokumentation
M.Sc. Raumplanung (2008): Voraussetzung für den Abschluss ist der Nachweis der erfolgreichen aktiven Mitarbeit. Daran werden die o. g. Anforderungen gestellt.
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Master Raumplanung (2008)
Dr.
Nellen Dieter