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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Menschen in Arbeit Eine Einführung in die Arbeitssoziologie

Nicht nur junge Menschen kennen das: Die Frage -Was möchte ich später einmal werden?- lässt nur eine Interpretation zu. Gemeint ist die Frage nach der Arbeits- bzw. Berufstätigkeit, die man später einmal ausüben möchte. Gleichzeitig lässt die Formulierung dieser Frage...

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Nicht nur junge Menschen kennen das: Die Frage -Was möchte ich später einmal werden?- lässt nur eine Interpretation zu. Gemeint ist die Frage nach der Arbeits- bzw. Berufstätigkeit, die man später einmal ausüben möchte. Gleichzeitig lässt die Formulierung dieser Frage keinen Zweifel daran, dass es offensichtlich um mehr geht als die Tätigkeit, die man später ausübt; es geht um die Frage, was man -sein- will. –Und zwar durch die eigene Arbeit -sein- will. Verbunden werden damit zumeist Vorstellungen über das eigene materielle Existenzniveau, gesellschaftliche Ansehen oder Selbstverwirklichungspotential. Diese Deutung verweist auf einen besonders großen Stellenwert, den Menschen aus ihrer Alltagserfahrung heraus der Arbeitswelt für die eigene gesellschaftliche Position zuweisen. Im Seminar werden wir diese Alltagserfahrung näher beleuchten und fragen, woher der zentrale Stellenwert von Arbeit als Vermittlungsinstanz zwischen Mensch und Gesellschaft rührt. Es geht dabei um dreierlei: Erstens sollen historisch-theoretische Grundlagen für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema -Arbeit- gelegt werden. Zweitens soll entlang aktueller Problemlagen in zentrale arbeitssoziologische Themen wie -Arbeitsmarkt-, -industrielle Beziehungen- oder -Geschlechterverhältnisse- eingeführt werden. Drittens werden wir mit der Frage -Was ist Gute Arbeit?- einen Praxisbezug herstellen und die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen einer Betriebsbesichtigung reflektieren. Studierende, die eine der beiden ersten inhaltlichen Sitzungsbetreuungen übernehmen und von einer längeren Vorbereitungszeit profitieren wollen, melden sich bitte via Mail: heiden@uni-kassel.de In der Bibliothek wird ein Semesterapparat eingerichtet. Deutschmann, Christoph (2002): Postindustrielle Industriesoziologie. Theoretische Grundlagen, Arbeitsverhältnisse und soziale Identitäten. Weinheim / München: Juventa FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WS 2008/2009 Soziologie Dr. Heiden Mathias