Uni-Kassel
14. März 2017Seminar mit Exkursion Bildhauerkunst 8211 Charakteristika einer aktuellen Gattung am Beispiel von Werken Tilman Riemenschneiders und seiner Zeitgenossen um 1500
Spricht man bei Werken der Bildhauerkunst nun von Plastik oder von Skulptur? Was zeichnet sie aus, was unterscheidet sie, wie beschreibt man diese Objekte - Fragen, die bis heute immer dann aufkommen, wenn man sich daran macht, die Werke in...
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Jetzt Lernplan erstellenSpricht man bei Werken der Bildhauerkunst nun von Plastik oder von Skulptur? Was zeichnet sie aus, was unterscheidet sie, wie beschreibt man diese Objekte - Fragen, die bis heute immer dann aufkommen, wenn man sich daran macht, die Werke in ihrer Dreidimensionalität näher zu charakterisieren und das Besondere daran hervor zu heben. Warum bereiten sie uns sprachlich immer wieder Probleme, sind sie uns in ihrer Körperlichkeit doch vermeintlich viel vertrauter als Werke der Malerei. Seit Leon B. Albertis erster >Theorie der Plastik< (1464) dreht sich die Diskussion um die Frage der richtigen Betrachtungsweise, ihrem Verhältnis zum Raum und die Bedeutung im ‚Paragone' von Malerei und Skulptur und diese Probleme der Grenzziehung wurden nicht zuletzt in der Ausstellung -ArchiSkulptur. Grenzformen der Gestaltung zwischen Architektur und Plastik...- (2006) angesprochen.
Die grundlegenden Fragen werden in diesem Seminar anhand der wichtigsten Werke der deutschen Bildhauerkunst des 15.-16. Jahrhunderts behandelt. Dazu zählen die Werke von Tilman Riemenschneider, seinen Vorgängern wie Michael Ehrhard oder Zeitgenossen wie Veit Stoß.
Nachdem auch in einer Sektion des Deutschen Kunsthistorikertages in Würzburg im März 2011 -vor dem Hintergrund des heutigen -Riemenschneider-Kultes- eine aktuelle Standortbestimmung- geplant ist, sollen gängige Beschreibungskategorien und Entwicklungsmodelle erneut auf ihre Anwendbarkeit in der kunsthistorischen Praxis hin erprobt werden.
Eine Exkursion nach Würzburg zu der größten Sammlung von Werken Riemenschneiders macht die Teilnehmer mit Originalen vertraut.
Der Seminarapparat ist gut bestückt mit entsprechenden Publikationen.
Eine sehr ausführliche Liste an Literatur kann per mail zugesandt werden.
Ferner wird die Lektüre von online zugänglichen Texte vorausgesetzt:
L. B. Alberti, Della statua S. 321-333 - siehe Uni Heidelberg -- http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/alberti1782/0473?sid=856f7cb331db390172864c099e052e53
Deiters, Wencke, Der Paragone in der italienischen Malerei des Cinquecento: Mittel im Wettstreit der Künste bei Mazzola Bedoli, Tizian u.a. Diss Heidelberg 2002, hier S. 1-46 - siehe http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2010/10687/pdf/Deiters_Paragone2002.pdf
Eine allgemeine Einführung in das Thema des Paragone und seine Umsetzung in den verschiedenen Ländern und
Jahrhunderten bietet der 2002 erschienene Ausstellungskatalog Wettstreit der Künste.Malerei und Skulptur von Dürer bis Daumier, Ausst. Kat. Haus der Kunst, München und Wallraf-Richartz-Museum, Köln (hrsg. v. Ekkehard Mai und Kurt Wettengl), München 2002.
Bemerkung
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WICHTIG:
Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind ab dem Sommersemester teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig.
Diese ist im Zeitraum vom 14.3.11 bis einschließlich 6.4.11 möglich.
Ohne eine rechtzeitige Anmeldung und eine entsprechende Platzbestätigung, welche bis zum 10.4.11 erfolgt, ist eine Teilnahme an den Seminaren nicht möglich.
Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten.
Die Anmeldung ist nur gültig, wenn die besonderen Teilnahmebedingungen laut Veranstaltungsbeschreibung beachtet werden.
Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird!
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Anmeldung über E-Mail sitt@uni-kassel.de
Kunsthochschule Kassel
Uni Kassel
SoSe 2011
Kunstwissenschaft
Prof. Dr.
Sitt Martina