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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar mit Exkursion Klangheimat 8211 Heimatklänge Ein grenzüberschreitendes Projekt zwischen den Universitäten Oldenburg und Osnabrück

In Gesellschaften, die durch globale Datenströme, digitale Nomaden und Migrationsbewegungen bestimmt sind, gewinnt die Frage nach Heimat eine neue Bedeutung. Ist Heimat dort, wo die Gräber der Vorfahren sind oder jeweils dort, wo ich mich zu Hause fühle? Welche Rolle...

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In Gesellschaften, die durch globale Datenströme, digitale Nomaden und Migrationsbewegungen bestimmt sind, gewinnt die Frage nach Heimat eine neue Bedeutung. Ist Heimat dort, wo die Gräber der Vorfahren sind oder jeweils dort, wo ich mich zu Hause fühle? Welche Rolle spielen dabei die mich umgebenden Klänge? Wie nehme ich die Umgebung hörend wahr, in der ich lebe? Gibt es typische, vertraute, heimatliche Klänge? In diesem Seminar findet eine Auseinandersetzung mit der -Heimatstadt- Kassel statt. Welche Klänge sind typisch für die Stadt? Welche Sounds repräsentieren das individuelle Gefühl dieser Stadt gegenüber? Die aufgezeichneten Klänge werden im Seminar gestalterisch bearbeitet, so dass akutstisch Kassel-Porträts entstehen. In gleicher Weise beschäftigen sich Studierende der Universitäten Osnabrück (Ltg. Prof. Dr. Dorothee Barth) und Oldenburg (Ltg. Prof. Dr. Lars Oberhaus) mit ihrer Universitätsstadt. In der Mitte des Semesters werden zwischen den drei Standorten Klänge ausgetauscht, um diese -Klangmigranten- in die eigenen Werke zu integrieren. Nach dieser Arbeit an den drei Standorten endet das Seminar mit einem gemeinsamen Treffen der Studierendengruppen aller drei Universitäten am Samstag, 14.1.2017 an der Universität Osnabrück. Dort wird gemeinsam musikalisch gearbeitet, die Ergebnisse präsentiert, verglichen und diskutiert. (Fahrkosten werden vom Institut übernommen.) In musikdidaktischer Perspektive werden wir angeregt durch unsere konkrete Arbeit mit Klängen darüber nachdenken, wie sich Hören schulen lässt, welche Wahrnehmungsformen es gibt und wie vergleichbare Projekte Raum im Musikunterricht erhalten können. Dabei lautet die Grundfrage: Welchen Beitrag leistet gestalterisches Arbeiten zu musikalischer Bildung? Zur ersten Sitzung treffen wir uns am 24. Oktober in Raum 1012. FB 01 Institut für Musik Uni Kassel WiSe 2016/17 Musik ZusPr L3 Prof. Dr. Heß Frauke