Uni-Kassel
14. März 2017Seminar mit Tutorium Genealogie der documenta Auf Spurensuche in Texten Stadt und Ausstellung
INHALT – Dass es bei der documenta um Kunst geht, ist offensichtlich. Weniger offensichtlich aber ist, dass jeder documenta 2-3 Jahre Öffentlichkeitsarbeit vorangehen, die zu einem großen Teil von Menschen mit einem abgeschlossenen Germanistikstudium erbracht werden. (So ist beispielsweise der...
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Jetzt Lernplan erstellenINHALT – Dass es bei der documenta um Kunst geht, ist offensichtlich. Weniger offensichtlich aber ist, dass jeder documenta 2-3 Jahre Öffentlichkeitsarbeit vorangehen, die zu einem großen Teil von Menschen mit einem abgeschlossenen Germanistikstudium erbracht werden. (So ist beispielsweise der Geschäftsführer der jetzigen und der letzten vier documentas, Bernd Leifeld, Germanist.) Insofern stellt die Arbeit im Kunst- und Kulturbetrieb ein völlig selbstverständliches germanistisches Berufsfeld dar und auch Künstler müssen sich bewusst machen, dass es heutzutage längst nicht mehr ausreicht, die Kunst nur -herzustellen-, sie muss auch über Sprache in der Öffentlichkeit platziert werden.
In diesem Seminar soll diese Art von Arbeit aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven vor Augen geführt und geübt werden – es werden jeweils ca. 10 Studierende der Germanistik und der Kunst zusammenarbeiten, um sich mit zwei Dozenten aus den gleichen Fachrichtungen die -Spuren- der vergangenen documentas auf verschiedenen Ebenen zu erarbeiten und der gesamten Gruppe vorzustellen. Diese Ebenen sind beispielsweise Texte zur jeweiligen documenta, die jeweils repräsentativen Kunstwerke oder auch von der documenta beeinflusste Orte in Kassel.
Die bis zur Eröffnung der documenta am 9. Juni erarbeiteten historischen -Spuren- der documentas 1-12 werden dann von den jeweiligen Expertengruppen auf der documenta 13 wieder aufgegriffen und zu einem neuen Wissensnetz verknüpft.
Im Optimalfall können die Expertengruppen dann in Zusammenarbeit mit einer Fahrradvermietung und kassel tourist ihr Wissen dann an Touristen weitergeben – in Form eines bezahlten Ferienjobs – bis die documenta 13 ausläuft. Dies muss allerdings noch ausgehandelt werden. (Nähere und konkrete Infos gibt es dann in der ersten Sitzung.)
Wenn Sie sich für dieses Seminar interessieren, beachten Sie bitte die nun folgenden Hinweise.
WICHTIG – Zum Seminarverlauf:
- dieses Seminar ist sehr arbeits- und zeitintensiv. Sie sollten einplanen, dass Sie jeden Mittwoch nicht nur von 12-14 Uhr, sondern auch darüber hinaus bis 16 Uhr oder – dann freiwillig – länger unterwegs sind, speziell während der documenta 13
- Sie brauchen ein eigenes Fahrrad
- da jeder im Prinzip alle zwei Wochen etwas präsentiert, sollten Sie immer da sein. Die permanente Präsenz und Aktivität stellt gleichzeitig die Prüfungsleistung dar
- wir werden uns auch oft direkt an verabredeten Orten treffen, wie z.B. dem documenta-Archiv. Die erste Sitzung findet im Atelier Radermacher statt: Das ist an der Kunsthochschule, am Südbau ganz außen entlang, die letzte Tür links (sollte die Beschreibung nicht ausreichen, schreiben Sie uns ruhig an: paul.reszke@uni-kassel.de)
- alle Interessierten sollten zur ersten Sitzung kommen und sich nach der ausführlichen Vorstellung des Konzepts entscheiden, ob sie mitmachen wollen oder nicht. Das PRIOS-Verfahren spielt hierbei keine Rolle. Dennoch ist die Anzahl der Teilnehmer auf ca. 20 begrenzt, da sich das Konzept mit einer größeren Gruppe nicht umsetzen lässt
TUTORIUM – Im Tutorium zu dieser Veranstaltung werden die Studierenden passend zu den anstehenden Aufgaben betreut, z.B. bei der Arbeit im documenta-Archiv oder bei der Vorbereitung der Vorträge. Außerdem bietet das Tutorium Raum für weiterführende Aktionen wie Besuche im Atelier der Künstler.
Tutorin: Linda Kleber
Zeit: dienstags, 12-14 Uhr
Raum: Arnold-Bode-Straße 10, Raum 0104 (oder je nach Bedarf woanders)
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
SoSe 2012
Lehrveranstaltungspool FB 02
Germanistik HF
Keitel Carola