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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar Mythos und Aufklärung

Mythos und Aufklärung. Zum Verhältnis von Szene, Bewegung und Begriff, Stillstellung und den Möglichkeiten, die bewegte, szenische Herkunft der Begriffe in Erkenntnis zu bringen. Einleitend: Überblick über die Diskussion des Mythos in der Philosophie (Philosophiegeschichte: Mythos und Mythologie). Im weiteren...

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Mythos und Aufklärung. Zum Verhältnis von Szene, Bewegung und Begriff, Stillstellung und den Möglichkeiten, die bewegte, szenische Herkunft der Begriffe in Erkenntnis zu bringen. Einleitend: Überblick über die Diskussion des Mythos in der Philosophie (Philosophiegeschichte: Mythos und Mythologie). Im weiteren Seminarverlauf soll vorzugsweise auf die griechischen Mythen zurückgegriffen werden. Orientierungs-Thesen: 1. Der Mythos ist eine bereits in Begriffe [sind Begriffe Ableitungen von rituellen und dinglich-technischen Vorgaben?(!)], in Erzählung und Schrift gefasste und gestellte, erfasste und erstellte Frühform der Rationalität. 2. Die Inhalte der Mythen exponieren die Geschichte der Ausbildung und Herstellung der Rationalität (der [stets schon vorgängigen?(!)] Verdinglichung): Der Mythos erzählt die Genealogie der Rationalität, er zeichnet deren Zeugungsgeschichte auf und damit der Rationalität unabdingbare Binnenkriterien. Ein Stück weit ist damit der Theorie vom Mythos als Latenz vorgeschichtlicher Menschheitserfahrung (Blumenberg) gefolgt sowie dem Marx'schen Gedanken des Mythos als ästhetischer und technologischer Präkonzeption. Als Arbeit des Seminars ist vorgesehen: 1. Philosophisch pointiert ausgesuchte Mythen auf ihren rationalitätsgenealogischen Gehalt hin erschließen. (Z.B. die Kosmogonien, die Genealogie der Götter, Mythen von Ödipus, Narziss, Hades, Persephone). Dabei werden wir uns zumal den Fragen widmen, welchen Ort und welche Funktion im Rahmen von Rationalität z.B. Kosmogonien und Götter einnehmen und welche Rationalitätsfigurationen aktuell deren Position eingenommen haben. 2. Diskussion der Möglichkeiten der Reszenifizierung insbesondere philosophischer Begriffskomplexe. 3. Diskussion quasi mythenäquivalenter Reszenifizierungen begriffsäquivalent fixierter kultureller Komplexe (Krankheit, Kunst, Medien etc.). (Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, einen einleitenden Kurzvortrag zu halten.) Besondere Interessen mögen vorab angemeldet werden per E-Mail unter weismueller@phil-fak.uni-duesseldorf.de Literatur (Auswahl): Adorno, Horkheimer: Dialektik der Aufklärung, Frankfurt/M. 1971 Roland Barthes: Mythen des Alltags, Frankfurt/M. 1976 Walter Benjamin: Der Erzähler, in: GS, Bd. II.2, Frankfurt/M. 1980 Hans Blumenberg: Arbeit am Mythos, Frankfurt/M. 1979 E. Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil. Das Mythische Denken. WBG, Darmstadt 1973, Michel Foucault: Der Wille zum Wissen, Frankfurt/M. 1983 Rudolf Heinz: Oedipus complex, Wien 1991 Ders.: Pathognostische Studien III, Essen 1990 Kurt Hoffmann (Hrsg.): Die Wirklichkeit des Mythos, München 1965 Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen, München 1966 (insbesonder Band 1) Ders.: Was ist Mythologie? In: Karl Kerényi (Hrsg.): Die Eröffnung des Zugangs zum Mythos, 5. Auflage, Darmstadt 1996 Claude Levy-Strauss: Die Struktur der Mythen, in: Günther Schiwy: Der französische Strukturalismus, Reinbek 1969 C. Lévi-Strauss, J.-P. Vernant u.a.: Mythos ohne Illusion, Frankfurt/M. 1984 Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie, Reinbek bei Hamburg 1964. (Neuausgabe 2003) Axel Schünemann: Was Sie noch nie über Musik wissen wollten, Essen 2007 Christoph Weismüller: Das Humane der Globalisierung, Düsseldorf 2004 Ders.: Philosophische Parabeln, Essen 1993     Voraussetzungen Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, einen einleitenden Kurzvortrag zu halten. Besondere Interessen mögen vorab angemeldet werden per E-Mail unter weismueller@phil-fak.uni-duesseldorf.de Leistungsnachweis BN: 1. Diskussionseinleitung/Kurzvortrag. AP: 1. Diskussionseinleitung/Kurzvortrag; 2. Hausarbeit (mind. 15 Seiten) Alle Arbeiten nach Absprache! Philosophie (BA, PO 2011) Kernfach Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, einen einleitenden Kurzvortrag zu halten. Besondere Interessen mögen vorab angemeldet werden per E-Mail unter weismueller@phil-fak.uni-duesseldorf.de BN: 1. Diskussionseinleitung/Kurzvortrag. AP: 1. Diskussionseinleitung/Kurzvortrag; 2. Hausarbeit (mind. 15 Seiten) Alle Arbeiten nach Absprache! Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Dr. Weismüller Christoph