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Uni-München
14. März 2017

Seminar Nach der Reformation Vom Gegen und Nebeneinander der Konfessionen 16 18 Jhd

Nach dem Zerbrechen der Einheit der Kirche durch die Reformation(en), war das Leben im abendländischen Europa geprägt vom Neben- und Gegeneinander einer Vielzahl christlicher Glaubensrichtungen. Religiöse Fragen und konfessionelle Erwägungen bestimmten maßgeblich politische Entscheidungen, gesellschaftliche Wirklichkeit und alltägliches Leben. Die...

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Nach dem Zerbrechen der Einheit der Kirche durch die Reformation(en), war das Leben im abendländischen Europa geprägt vom Neben- und Gegeneinander einer Vielzahl christlicher Glaubensrichtungen. Religiöse Fragen und konfessionelle Erwägungen bestimmten maßgeblich politische Entscheidungen, gesellschaftliche Wirklichkeit und alltägliches Leben. Die Frühe Neuzeit lässt sich ohne einen Blick auf die religiösen Verhältnisse nicht begreifen - und bis ins 20. Jahrhundert hinein beeinflusste die in der Frühen Neuzeit geformte konfessionelle Landschaft Politik und Kultur Deutschlands. Im Seminar wollen wir daher die Herausbildung der Konfessionen und Konfessionskulturen im Heiligen Römischen Reich sowie die sich verändernden politischen und gesetzlichen Grundlagen für das Zusammenleben von Katholiken und Protestanten (Augsburger Religionsfrieden 1555, Westfälischer Friede 1648) untersuchen. Dabei sollen auch die konkreten Auswirkungen der dort getroffenen Bestimmungen in Politik und Alltag in den Blick genommen werden: Wie funktionierte das Zusammenleben in gemischtkonfessionellen Städten und Gebieten? Was löste konfessionelle Konflikte aus - und (wie) konnten sie gelöst werden? Welche individuellen - freiwilligen oder erzwungenen - Konsequenzen (Konversion, Religionsmigration) lassen sich beobachten? Was hat es mit der -Zweiten Reformation- und der -Gegenreformation- auf sich? Kann der Dreißigjährige Krieg als Religionskrieg bezeichnet werden? Welchen Stellenwert hatte Religion im sogenannten Zeitalter der Aufklärung? Neben der Behandlung dieser und anderer Fragen werden im Kurs zudem das für die Frühneuzeitforschung so einflussreiche Paradigma der -Konfessionalisierung- sowie neuere alternative Ansätze, die etwa Indifferenz, Dissens, religiöse Pluralität oder Ambiguität betonen, vorgestellt und diskutiert. Prüfungsformen im BA und im modularisierten Lehramt: KL, RE, HA Prüfungsformen im BA, mod. LA und GSP: KL+RE+HA Achtung NEU! Prüfungsform im Didaktikfach - Mittelschule und Sonderpädagogik (Studienbeginn ab WS 2015/16): RE + HA Anmeldungen für Studierende im Rahmen des Gemeinsamen Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Profilbereiches GSP (ausschließlich für diese, ansonsten zentrale Einschreibung): per E-Mail an th.bauer@lrz.uni-muenchen.de Historisches Seminar LMU München SoSe 2016 Fakultät für Geschichts und Kunstwissenschaften