Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Organisationsdynamik II Organisationslaboratorium
Gruppen existieren selten für sich alleine; sie sind meist in einen Kontext eingebunden, wo es zu Berührungen mit anderen Systemen (wie z.B. Gruppen, Organisationseinheiten) kommt. Die Lernerfahrungen aus dem Seminar Gruppendynamik I (Erfahrung und Gestaltung von Prozessen, die innerhalb einer...
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Jetzt Lernplan erstellenGruppen existieren selten für sich alleine; sie sind meist in einen Kontext eingebunden, wo es zu Berührungen mit anderen Systemen (wie z.B. Gruppen, Organisationseinheiten) kommt.
Die Lernerfahrungen aus dem Seminar Gruppendynamik I (Erfahrung und Gestaltung von Prozessen, die innerhalb einer Gruppe ablaufen) werden ergänzt um das Verhältnis von Gruppen zueinander. Innergruppenprozesse werden erweitert um Intergruppenprozesse und deren Gestaltung und Steuerung.
Zudem werden Fallbeispiele aus der Praxis der Studierenden in das Seminarprogramm integriert und bearbeitet. Die Analyse beider Ebenen - der Ebene des Hic et Nunc und der Ebene des Dort und Dann ermöglicht das Erkennen von Verhaltens- und Beziehungsmustern und die Auswirkungen derselben im Semniarsetting.
Das in Gruppendynamik I Gelernte - Gruppenprozesse erkennen, gestalten und entwickeln - wird auf die Steuerung der Gruppen angewandt. Durch Aufgabenstellungen seitens der TrainerInnen werden Intergruppenprozesse angeregt und reflektiert. Durch die Bearbeitung von Fallbeispielen werden weitere Aspekte von Inner- und Intergruppengesetzmäßigkeiten erfasst und das Erkenntnis- und Verhaltensrepertoire erweitert. Learning Outcome:
Studierende wissen mehr über ihre Potentiale in Bezug auf Membership und Leadership in Gruppen;
Studierende entdecken Potentiale, Stärken und Schwächen im Gestalten und Steuern von Inner- und Intergruppenprozessen und wissen mehr über ihre Fähigkeit, Teams zu steuern und zur Selbssteuerungsfähigkeit von Teams beizutragen; sie können die Arbeitsfähigkeit von Gruppen fördern;
Studierende haben ihr Interventionsrepertoire erweitert; sie können jetzt Prozesse zwischen Gruppen aktiv steuern und gestalten;
Studierende haben ihr Beobachtungssensorium und -spektrum erweitert; sie können Schnittstellen zwischen Gruppen und sowohl dort angesiedelte Möglichkeiten als auch Schwierigkeiten identifizieren;
Studierende erwerben zusätzliche Sichtweisen auf Gruppensituationen aus ihrer beruflichen Praxis und erkennen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu ihrem Verhalten im Hier und Jetzt;
Studierende können verschiedene Gruppenstrukturen unterscheiden;
Studierende erleben sich in unterschiedlichen Zugehörigkeiten. Der Umgang mit Mehrfachzugehörigkeit gehört zu den Kernkompetenzen organisationalen Handelns und ist Voraussetzung für erfolgreiches Gestalten von Organisationsprozessen. Zu erwerbende Kompetenzen:
Analysefähigkeit von Inner- und Intergruppenprozessen; Selbststeuerungsfähigkeit von Innergruppenprozessen; Steuerungskompetenz von Schnittstellen; Bewusstseinserweiterung und Sensibilisierung für Prozesswahrnehmung und Prozesssteuerung. Lehr- und Lernformen:
Die in dem Seminar ablaufenden gruppendynamischen Prozesse werden wahrgenommen, beschrieben, reflektiert und theoretisch verortet. Intra- und interpersonale Prozesse in Klein- und Großgruppen innerhalb der Lehrveranstaltung stehen durchgängig im Wahrnehmungsfokus. Die theoretischen und praktischen Erkenntnisse über die Entfaltung und Aufarbeitung von gruppendynamischen Prozessen werden systematisch auf Prozesse außerhalb des Trainings angewandt.
FB 04 Sozialwesen
Uni Kassel
SS 2008
Prof. Dr.
Buchinger Kurt