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Uni-München
14. März 2017

Seminar Politische Kommunikationskulturen im Medien Wandel

Der öffentliche politische Diskurs in Deutschland hat sich nach allgemeinem Eindruck in den letzten Jahren ebenso verändert wie das Verhältnis der beteiligten Institutionen und Akteursgruppen (Politiker, Akteure politischer PR, Journalisten, Bürger) zueinander. Journalisten werden als -Agenten der Lügenpresse- diffamiert, Politiker...

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Der öffentliche politische Diskurs in Deutschland hat sich nach allgemeinem Eindruck in den letzten Jahren ebenso verändert wie das Verhältnis der beteiligten Institutionen und Akteursgruppen (Politiker, Akteure politischer PR, Journalisten, Bürger) zueinander. Journalisten werden als -Agenten der Lügenpresse- diffamiert, Politiker werden in aller Öffentlichkeit beschimpft und mit dem Tode bedroht, über -Propagandabots- und Fake-Acconts wird propagandistisch -desinformiert- und in den sozialen Netzwerken scheinen Hasstiraden und Volksverhetzung gegenüber dem erhofften deliberativen Austausch zu obsiegen. Viele der dafür symptomatischen Phänomene werden mit den -neuen- Medien, insbesondere sozialen Netzwerken assoziiert oder werden dort zumindest am deutlichsten sichtbar. Das Seminar beschäftigt sich mit den kulturellen Grundlagen des politischen Diskurses (der -politischen Kommunikationskultur-, vgl. z.B. Gurevitch & Blumler, 2004) und ihrem etwaigen Wandel durch neue Kommunikationskontexte: Welche Wertorientierungen, Normen, Deutungsmuster, welche Vorstellungen und grundlegenden Einstellungen von bzw. gegenüber der Politik, Journalismus und unterschiedlichen Medien bzw. Kommunikationsplattformen, dem politischen Diskurs und seiner Funktion, dem Bürger und seinen Rechten und Pflichten haben verschiedene Akteure? Lassen sich verschiedene politische -Kommunikationssubkulturen- unterscheiden? Wie lassen sich etwaige Unterschiede erklären? Und wie schlagen sie sich im jeweiligen Kommunikationsverhalten nieder? Fragen wie diese versuchen wir in diesem Seminar nach einer Beschäftigung mit konzeptuellen Grundlagen und dem einschlägigen Forschungsstand durch unterschiedliche Formen der Befragung (qualitativ/quantitativ) empirisch zu erhellen. Department Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung LMU München WiSe 1617 Dr. Frey Felix