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Uni-Dortmund
14. März 2017

Seminar procrastination fighters

-Einfach liegen lassen- - für diesen innovativen Ansatz zum Umgang mit Prokrastination hat der Stanford-Philosophieprofessor John Perry 2011 den Ig-Nobelpreis verliehen bekommen. Damit distanziert sich der Wissenschaftler von der gängigen Ratgeberliteratur, die Prokrastination als etwas darstellt, das es zu vermeiden...

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-Einfach liegen lassen- - für diesen innovativen Ansatz zum Umgang mit Prokrastination hat der Stanford-Philosophieprofessor John Perry 2011 den Ig-Nobelpreis verliehen bekommen. Damit distanziert sich der Wissenschaftler von der gängigen Ratgeberliteratur, die Prokrastination als etwas darstellt, das es zu vermeiden gilt, und die die sattsam bekannten und für die Zielgruppe weitgehend wirkungslosen Lösungsansätze in immer neuen Anstrichen präsentiert. Vor dem Hintergrund eigener Prokrastinationserfahrungen soll in diesem Seminar eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem im akademischen Betrieb weit verbreiteten Phänomen der Prokrastination erfolgen. Dies geschieht zum einen durch einen kritischen Vergleich wissenschaftlicher und populärer Literatur zur Prokrastination. Dazu werden neben der Arbeit von John Perry andere Veröffentlichungen im Seminar diskutiert. Zusätzlich zu den vorgebenen Texten soll von allen Teilnehmenden je ein wissenschaftlicher Text zur Prokrastination recherchiert und (versehen mit drei Hauptaussagen des Textes) in eine gemeinsam genutzte Lernplattform eingebracht werden. Zum anderen soll im Rahmen einer experimentellen Selbstbeforschung die Wirksamkeit des von John Perry skizzierten Ansatzes der konstruktiven Prokrastination untersucht werden. Dazu werden im wöchentlichen Turnus Ziele der Teilnehmenden (bezogen auf ihr Studium im laufenden Semester) bis zum nächsten Seminartermin definiert und wöchentlich überprüft. In der Zeit zwischen den Seminarterminen sollen dann jeweils aktuell Fotos derjenigen Tätigkeiten, die von den Studierenden anstelle der eigentlich vorgenommenen Ziele ausgeführt werden, in die gemeinsame Lernplattform eingebracht werden, um den Anteil, Schaden und Nutzen destruktiver und konstruktiver Prokrastination fundiert untersuchen zu können. Studierende, die nicht über ein Smartphone verfügen, können für die Dauer des Seminars ein Gerät zur Verfügung gestellt bekommen. Anfoderungen: 2 CP: Regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung, wöchentliches Setzen und Überprüfen eigener Ziele, regelmäßiger Upload von Fotos/Memos zu Prokrastinationsmomenten mit Evernote, Recherche eines wissenschaftlichen Textes zur Prokrastination mit kommentiertem (3 Hauptaussagen) Upload in Evernote 3 CP: Zusätzlich das Verfassen eines Essays zur Prokrastination. Lernziele: Die Studierenden sollen zum Abschluss der Veranstaltung zwischen wissenschaftlichen und populären Ansätzen zu einem Alltagsphänomen unterscheiden können. Sie kennen relevante Arbeiten zur Prokrastination und haben durch Reflexion ein Verständnis eigener Prokratinationserfahrungen entwickelt. Durch die Teilnahme an einem Forschungsprojekt verfügen sie über erste Kenntnisse innovativer sozialempirischer Verfahren zur mobilen Datenerhebung und -auswertung. Die Veranstaltung findet im Rahmen der zhb-Forschungswerkstatt statt und richtet sich vor allem an Studierende der Informatik, Ingenieur- und Rehabilitationswissenschaften. Aber auch Studierende anderer Fachbereiche sind herzlich willkommen. Anmeldung (mit Angabe der Matrikelnummer und der Fakultät) und Fragen zur Veranstaltung bitte per Email an Dr. Tobias Haertel richten: tobias.haertel@tu-dortmund.de Ort und Zeit: Dienstags, 16.15 - 17.45 Uhr, 1. Seminarsitzung am 15.4.2014, CDI-Gebäude, Raum 117 (Forschungswerkstatt) Bereich Hochschuldidaktik Technische Universität Dortmund SoSe 2014 Studium Fundamentale Haertel Tobias