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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Public Affairs als neues Konzept der Interessenvertretung im internationalen Vergleich

Das Thema Public Affairs hat in den letzten Jahren in Wissenschaft und Praxis an Relevanz gewonnen. Dieses Konzept der Interessenvertretung wurde in den 1950er Jahren in den USA entwickelt und prägt nun auch zunehmend die Interessenvertretung in Europa. Public Affairs...

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Das Thema Public Affairs hat in den letzten Jahren in Wissenschaft und Praxis an Relevanz gewonnen. Dieses Konzept der Interessenvertretung wurde in den 1950er Jahren in den USA entwickelt und prägt nun auch zunehmend die Interessenvertretung in Europa. Public Affairs kann definiert werden als strategisches Management von Entscheidungsprozessen an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die externen Beziehungen einer Organisation zu den politischen Entscheidungszentren – Regierung, Parlament, Behörden, Gemeinden, Verbände (Government Relations/Lobbying) und zur Öffentlichkeit und den Medien (Public Relations). Public Affairs-Management bedient sich eines breiten Spektrums von Instrumentarien: wissenschaftliche Analysen, Themenmanagement, Lobbying, PR, Werbung und der politischen Kommunikation. In Berlin und Brüssel hat sich ein neues Berufsfeld entwickelt: zu den Verbänden kommen Unternehmensrepräsentanzen, Anwaltsbüros, Public Affairs-Agenturen und NGOs hinzu. Die ersten Handbücher für Lobbyisten sind auf den Markt gekommen und Weiterbildungseinrichtungen bieten Kurse und Abschlüsse für Public Affairs-Manager an. Das Seminar will die Entwicklung von Public Affairs im internationalen Vergleich erkunden. Aufbauend auf einen Überblick über die Strukturen der Interessenvertretung bietet es einen Einblick in die Aufgaben und Arbeitstechniken der Public Affairs sowie Informationen über Qualifikationsvoraussetzungen und Zugänge zu diesem Arbeitsfeld. Eingeladen werden Public Affairs-Praktiker aus den verschiedenen Arbeitsfeldern, die Auskunft über ihre Berufsrolle und ihr Aufgabengebiet geben. Birger Priddat/Rudolf Speth 2007: Das neue Lobbying von Unternehmen: Public Affairs. Düsseldorf. Thomas Leif/Rudolf Speth, (Hg.) 2006: Die fünfte Gewalt. Lobbyismus in Deutschland, Wiesbaden. Thomas Leif/Rudolf Speth (Hg.) 2003: Die stille Macht. Lobbyismus in Deutschland. Wiesbaden Peter Köppl 2003: Power Lobbying: Das Praxishandbuch der Public Affairs, Wien. Rinus van Schendelen 2002: Machiavelli in Brussels. The Art of Lobbying in the EU. Amsterdam University Press. Phil Harris/Craig S. Fleisher (ed.), The Handbook of Public Affairs, London 2005, Sage Publications. Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, Heft 3/2003 (Lobbyismus in Deutschland: Fünfte Gewalt – unkontrolliert und einflussreich?). Christian Lahusen/Claudia Jauß 2001: Lobbying als Beruf. Interessengruppen in der Europäischen Union, Baden-Baden. Bemerkung Anmeldung unter: rudolf.speth@web.de FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WS 2008/2009 Politikwissenschaften Privatdozent Dr. Speth Rudolf Privatdozent