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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar quot Gott hat 100 Namen quot Die Gotteslehre der kirchlichen Lehrüberlieferung und ihre moderne Infragestellung

Modul: M 1.05 (bisher M 5), M 1.07 (bisher M 7); M 2.05 (bisher M 13), M 2.07 (bisher M 13); M 3.02 (bisher M 17), M 3.05 (bisher M 20), M 3.08 (bisher M 23) 1. Bestimmung und aktuelle...

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Modul: M 1.05 (bisher M 5), M 1.07 (bisher M 7); M 2.05 (bisher M 13), M 2.07 (bisher M 13); M 3.02 (bisher M 17), M 3.05 (bisher M 20), M 3.08 (bisher M 23) 1. Bestimmung und aktuelle Formulierung des dogmatischen Problems Theologie heisst Rede und Lehre von Gott. Sie will das Bekenntnis zu Gott, der sich den Menschen offenbart, reflektieren. Nun versteht sich in unserer Zeit und Kultur die Rede von Gott nicht mehr von selbst. Wovon reden wir, wenn wir von Gott reden? Wer oder was ist Gott? Kann man in einer Welt voller Uebel und Leid Oberhaupt an Gott glauben? Das Theodizeeproblem ist eine der aeltesten und grundsaetzlichsten Herausforderungen fuer den Glauben an einen allmaechtigen und guetigen Gott. Fuer alle, die an Jesus Christus glauben, stellt sich zudem die Frage, was es heisst, dass der eine Gott Vater, Sohn und Heilige Geist sei. Sollten wir nicht ohnehin besser im Blick auf so viele Religionen in einer -multikulturellen Gesellschaft- sagen: -Wir haben doch alle einen Gott!- Das Seminar will der Grundfrage nachgehen, wie verantwortliche Rede von Gott im 21. Jahrhundert moeglich ist. 2. Problembearbeitung Der Gottesbegriff kann helfen, Religionen von Weltanschauungen zu unterscheiden. Antworten auf die Frage, wer oder was Gott sei, variieren in der Religions- und Theologiegeschichte nicht unerheblich. In dem Seminar sollen bedeutende Texte aus der theologischen und der philosophischen Tradition bearbeitet werden, die sich mit den Fragen nach Gott befasst haben - (Augustinus, Thomas von Aquin, Luther, Calvin, Schleiermacher, Tillich, Rahner, Barth, Soelle, Juengel). Folgende Themen sollen eroertert werden: der Zusammenhang von Selbst- und Gotteserkenntnis, die Bedeutung des Wortes -Gott-, die Frage der Erkennbarkeit und die Frage der Denkbarkeit Gottes, die Fragen nach der Existenz und den Eigenschaften Gottes, der trinitarische Gottesbegriff des christlichen Glaubens, das Verhaeltnis des christlichen Gottesbegriffs zur Rede von Gott in anderen Religionen, die moderne Infragestellung des ueberlieferten Gottesgedankens (Feuerbach, Marx, Freud). 3. Einfuehrende Literatur Artikel: Gott (I-VIII), in: TRE, Bd. 13, S. 601-708; Artikel: Gotteslehre, in: EKL_3, Bd.2, S. 284-316; Artikel: Gott (I-X), in RGG_4, Sp. 1098-1141; W. Pannenberg, Systematische Theologie, Bd. 1, 1988; E. Juengel, Gott als Geheimnis der Weit, 7.Aufl. 2001; G. Ebeling, Dogmatik des christlichen Glaubens, 3 Bde, 1979ff; J. Moltmann, Trinitaet und Reich Gottes, 1980; Barth, Hans-Martin: Die christliche Gotteslehre. Hauptprobleme ihrer Geschichte. 1974, Kueng, Hans: Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit, 1978; Haerle, Wilfried: Dogmatik, 2000, Abschnitte 113, 11/7,8,11,12; H. Gollwitzer, Marxistischer Atheismus und die biblische Botschaft von der Rechtfertigung des Gottlosen, 1973, H. Jonas, Der Gottesbegriff nach Auschwitz, 1987, H. Zahrnt, Die Sache mit Gott. Die protestantische Theologie im 20. Jahrhundert, 1966 FB 01 Institut für Evangelische Theologie Uni Kassel WS 2006/2007 N N Nomen nescio