Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Rechtschreiben beobachten und entwickeln
Das Seminar setzt ein Projekt zur Rechtschreibförderung in drei Grundschulklassen der 3. Jahrgangsstufe aus dem Wintersemester fort. Ein Ansatzpunkt des Projekts ist die schon seit der IGLU-E-Studie (2001) bekannte Einsicht, dass es ein Missverhältnis zwischen dem zeitlichem Aufwand und dem...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Seminar setzt ein Projekt zur Rechtschreibförderung in drei Grundschulklassen der 3. Jahrgangsstufe aus dem Wintersemester fort. Ein Ansatzpunkt des Projekts ist die schon seit der IGLU-E-Studie (2001) bekannte Einsicht, dass es ein Missverhältnis zwischen dem zeitlichem Aufwand und dem Erfolg des Rechtschreibunterrichts an deutschen Schulen gibt (vgl. dazu Voss/Blatt/Kowalski 2007). Eine zweite Ausgangsüberlegung besteht darin, dass Rechtschreibkompetenz in Anlehnung an die allgemeine Definition von Kompetenz nach Groeben (2002) -das individuelle Potenzial dessen darstellt, was eine Person unter idealen Umständen zu leisten imstande ist- (Groeben 2002: 13). Das Potenzial manifestiert sich indes in konkreten Situationen als spezifisches Handeln. Daraus lässt sich ableiten, dass sich die Kompetenz ändert, wenn sich der Kontext ändert.
Diese beiden Voraussetzungen führen für das zu entwickelnde Förderprojekt zu einer Modellierung der Förderarbeit, die sehr eng an den alltäglichen Deutschunterricht der Grundschule angebunden ist. Die Rechtschreibförderung findet im sozialen Raum der Klasse statt. In Absprache mit den Deutschlehrerinnen werden die im Unterricht für alle Kinder der Klasse gestellten Schreibaufgaben für die Förderkinder jeweils von Studierenden begleitet. Die rechtschriftliche Textanalyse der Kindertexte und die Entwicklung von passenden Rechtschreibaufgaben bilden dabei den Kern der Förderarbeit. Gemessen wurden die Rechtschreibleistungen vor und nach der Förderarbeit mit der Hamburger Schreibprobe (HSP).
Augst, G./Dehn, M. (2007): Rechtschreibung und Rechtschreibunterricht. Können – Lehren – Lernen, Stuttgart: Klett.
BemerkungNeueinstieg ist möglich, setzt aber die zusätzliche Beschäftigung mit der Hamburger Schreibprobe (HSP) und den Grundlagen des Rechtschreiblernens voraus.
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
SS 2009
Prof. Dr.
Kruse Norbert