Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Seminar Schulische Werteerziehung mehr als Anstand und Benimm

Thema und Fragestellungen des Seminars: Werteerziehung scheint ein selbstverständlicher Teil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags zu sein. Dabei ist schon der Begriff schwierig: Darf und kann man Kinder und Jugendliche überhaupt zu bestimmten Werten erziehen? Besteht nicht die Gefahr, dass...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Thema und Fragestellungen des Seminars: Werteerziehung scheint ein selbstverständlicher Teil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags zu sein. Dabei ist schon der Begriff schwierig: Darf und kann man Kinder und Jugendliche überhaupt zu bestimmten Werten erziehen? Besteht nicht die Gefahr, dass die Schule instrumentalisiert wird, um anständige Bürger und naive Konsumenten zu erzeugen? Woher kommen eigentlich die Werte und wie lassen sie sich vor allem als pädagogische Zielsetzungen legitimieren? Aufbau und Arbeitsweise: Über all diese Fragen wird im Seminar intensiv diskutiert. Um eine Gesprächsgrundlage zu schaffen, werden zunächst begriffliche Klärungen vorgenommen (z.B. Werte, Normen, Haltungen) und pädagogische Forschungsergebnisse zu Möglichkeiten und Grenzen schulischer Werteerziehung reflektiert, was auch der Prüfungsvorbereitung in Allgemeiner Pädagogik dienen kann. Auf der Grundlage von Themenvorschlägen und Referaten der Seminarteilnehmer diskutieren wir, wie und unter welchen Bedingungen Werteerziehung in Unterricht und Schulleben der einzelnen Schularten konkret umgesetzt werden kann. Dabei bringen die Seminarteilnehmer ihre Erfahrungen und Kompetenzen aus ihren Lehramtsstudiengängen und Fächern ein. Nutzen für Studierende: Neben der staatsexamensrelevanten Thematik -Werteerziehung und Wertewandel- (vgl. § 32 Abs. 2 LPO I) bietet das Seminar viel Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch und lebt daher von den Initiativen und Vorschlägen der Seminarteilnehmer. Besonderer Wert wird gelegt auf die Erörterung über die konkrete Anwendbarkeit der Inhalte für die schulische Praxis. Edelstein, W., Oser, F. & Schuster, P. (Hrsg.). (2001): Moralische Erziehung in der Schule. Entwicklungs-psychologie und pädagogische Praxis. Weinheim [u.a.], Beltz. Daraus v.a. die Artikel von Kohlberg, Oser (ganz) und Schuster (v.a. ab S.191). Gensicke, Th. (2015): Die Wertorientierungen der Jugend (2002-2015), in: Shell Deutschland Holding (Hrsg.) (2015): Jugend 2015. Eine Generation im Aufbruch, Frankfurt a. Main: Fischer Verlag (Fischer Taschenbuch; 03401), S.237-272. Gudjons, H. (11.2012): Pädagogisches Grundwissen. Überblick - Kompendium, Studienbuch. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt (UTB; 3092), S.183-218. König, E. (2001): Werte und Normen in der Erziehung. In L. Roth (Hrsg.), Pädagogik. Handbuch für Studium und Praxis. München: Ehrenwirth, S.255-265. Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (ISB) (Hrsg.). (2013). Werte bilden. Impulse zur wertebasierten Schulentwicklung. Augsburg: Brigg Pädagogik Verlag GmbH. Standop, J. (2005): Werteerziehung. Weinheim/Basel: Beltz. Zierer, K. (2010). Schulische Werteerziehung. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren. Voraussetzungen Selbstverständlich vorausgesetzt werden regelmäßige (!!!) Anwesenheit, aktive Mitarbeit und häusliche Vorbereitung. Unerlässlich für die Teilnahme ist zudem die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats mit Vortrag, Handout und Präsentation. W3-Professur für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung (N.N./Tippelt) Selbstverständlich vorausgesetzt werden regelmäßige (!!!) Anwesenheit, aktive Mitarbeit und häusliche Vorbereitung. Unerlässlich für die Teilnahme ist zudem die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats mit Vortrag, Handout und Präsentation. LMU München WiSe 1617 Gottfried Thomas