Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Skandal und Organisation Skandalbewältigung aus der Perspektive der Organisationsforschung
Gesellschaftliche Skandale, die von Organisationen verursacht werden oder an denen Organisationen maßgeblich beteiligt sind, sind allgegenwärtig. Der VW-Abgas-Skandal, NSA-Abhör-Skandal oder Fifa-Skandal sind Beispiele von jüngst enthüllten Skandalen. Aber sowohl die Liste der Skandale, die Gesellschaft bewegen und soziale Ordnungen erschüttern...
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Jetzt Lernplan erstellenGesellschaftliche Skandale, die von Organisationen verursacht werden oder an denen Organisationen maßgeblich beteiligt sind, sind allgegenwärtig. Der VW-Abgas-Skandal, NSA-Abhör-Skandal oder Fifa-Skandal sind Beispiele von jüngst enthüllten Skandalen. Aber sowohl die Liste der Skandale, die Gesellschaft bewegen und soziale Ordnungen erschüttern (z.B. Missbrauch, Umweltkatastrophen, Korruption, Datenmissbrauch und Verrat etc.), als auch die Liste der Organisationen, die diese verursacht haben (z.B. Kirchen und Schulen, Ölfirmen, Behörden, Social Networks etc.) lässt sich beliebig um Skandale mit unterschiedlicher gesellschaftlicher Tragweite und unterschiedlicher Organisationsbeteiligung erweitern. Im Seminar Skandal und Organisation wollen wir uns dem Phänomen Skandal aus einer (organisations-)soziologischen Perspektive nähern. An ausgewählten Skandalen werden wir untersuchen, wie diese von Organisation und Gesellschaft jeweils bewältigt werden.
Ziel des Seminars ist es, den Studierenden unter Anleitung der Seminarleiterin und des Seminarleiters die Gelegenheit zu geben eigenständig empirische Forschungsprojekte zum Thema Organisation und Skandal zu entwickeln und durchzuführen. Im Seminar lernen die Studierenden nicht nur theoretische Konzepte zu operationalisieren und anzuwenden, sondern führen unter Anleitung der Seminarleiterin und des Seminarleiters alle Schritte des empirischen Forschungsprozesses (Wahl Forschungsdesign, Theorie-/Objektbe-stimmung und Operationalisierung, Datenerhebung und Datenanalyse, Reflexion des Erkenntnispotentials) eigenständig durch und erlernen dabei auch Fähigkeiten der Team- und Projektarbeit. Dies setzt ein hohes Maß an intrinsischer Motivation und Eigenverantwortlichkeit voraus.
Für eine Studienleistung werden die aktive Teilnahme während allen Phasen der Lehrveranstaltung und eine abschließende Präsentation erwartet. Für die Arbeitsgruppen muss themenspezifisch recherchiert werden und sind eigene kleine Untersuchungsteile durchzuführen. Für eine Prüfungsleistung ist zudem die schriftliche Ausarbeitung der Forschungsarbeit erforderlich.
Bulkow, K., & Petersen, C. (2011). Skandalforschung: Eine methodologische Einführung. In K. Bulkow & C. Petersen (Eds.), Skandale (pp. 925); relevant sind S. 9-18. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Aus dem Uni-Netz abrufbar unter: http://link.springer.com/10.1007/978-3-531-93264-4_1
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
SoSe 2016
Soziologie
Dipl.-Soz.
Borggräfe Michael Dipl Soz