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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Sozialpädagogische Arbeit im Jugendvollzug

Sozialpädagogische Interventionen haben ihren Platz in der Arbeit mit straffälligen Jugendlichen bevor eine Freiheitsstrafe verhängt wird. Sie sind Bestandteil der Arbeit im Jugendvollzug und sie haben nach der Entlassung aus dem Vollzug entscheidende Bedeutung für erfolgreiche Rückfallprävention. Rahmenbedingungen, Konzepte, Alltagspraxis...

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Sozialpädagogische Interventionen haben ihren Platz in der Arbeit mit straffälligen Jugendlichen bevor eine Freiheitsstrafe verhängt wird. Sie sind Bestandteil der Arbeit im Jugendvollzug und sie haben nach der Entlassung aus dem Vollzug entscheidende Bedeutung für erfolgreiche Rückfallprävention. Rahmenbedingungen, Konzepte, Alltagspraxis und Erfahrungen in der Arbeit mit straffälligen Jugendlichen werden an praktischen Beispielen aus laufenden Projekten vorgestellt und diskutiert. Besuche in der Jugendarrestanstalt Göttingen und im Offenen Jugendvollzug Göttingen ermöglichen neben dem Kennenlernen der Justizeinrichtungen Gespräche und gemeinsame Veranstaltungen mit jungen Inhaftierten. Der Auftrag des Jugendvollzugs wird dargestellt, einige Besonderheiten im Jugendstrafrecht werden erörtert. An praktischen Beispielen werden Sanktionsstrukturen und sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten im Vergleich zwischen Anspruch und Realität problematisiert. Inhalte/Fragestellungen in Stichworten: • Freiheitsentzug für Jugendliche - Ultima Ratio? Überflüssig? Zu mild, zu hart? • Welche Chancen zur Entwicklung hat ein junger - straffälliger - Mensch im Vollzug? • Welche Gefahren für die persönliche Entwicklung produziert das Vollzugssystem? • Gesellschaftspolitischer Bedingungsrahmen für die Arbeit mit delinquenten Jugendlichen und für den Jugendvollzug • Ambulante Maßnahmen, Jugendarrest, offener und geschlossener Jugendvollzug - reicht die Differenzierung der Sanktionssysteme aus? • Haftvermeidung um jeden Preis - welche Grenzen haben ambulante Maßnahmen? • Bildung und Ausbildung im Vollzug • Freizeiterziehung und soziales Training • Vernetzung - wie können die Zuständigkeitsgrenzen überschritten werden? • Entlassungsvorbereitung und dann - wie ist effektive Entlassungsbegleitung zu realisieren? • Sozialpädagogische Arbeit im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsanforderungen und Ansprüchen der Pädagogik Literaturliste wird zu Beginn vorgestellt. Bemerkung Geplante Veranstaltungsorganisation: • Einführung und Abschlussveranstaltung in Kassel, • Blockveranstaltung Fr/Sa in Göttingen Die besuchten Einrichtungen bieten Praktikumsplätze. FB 04 Sozialwesen Uni Kassel WS 2009/2010 Lehrveranstaltungspool FB 04 Sozialwesen Löprick Siegfried