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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Sozialpädagogische Arbeit mit dissozialen Jugendlichen Teil 2 Fortsetzung aus Sose 14

Der Begriff -dissozial-aggressiv- wird gebraucht für Jugendliche, die durch ihr antisoziales Verhalten auffallen: gegenüber Erwachsenen benehmen sie sich oft provozierend und respektlos, Gleichaltrige, insb. auch Jüngere werden oft von ihnen attackiert und bedroht, wobei dissozial-aggressive Jugendliche besonders rücksichtslos erscheinen. Oft...

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Der Begriff -dissozial-aggressiv- wird gebraucht für Jugendliche, die durch ihr antisoziales Verhalten auffallen: gegenüber Erwachsenen benehmen sie sich oft provozierend und respektlos, Gleichaltrige, insb. auch Jüngere werden oft von ihnen attackiert und bedroht, wobei dissozial-aggressive Jugendliche besonders rücksichtslos erscheinen. Oft verfallen sie in großspuriges Verhalten und u.U. inszenieren sie ihre -Grandiosität- auch gekonnt witzig, so dass sie umso mehr als -Herr der Lage- erscheinen. Aus pädagogischer Sicht stehen ihre -Übertretungen- (Fehlverhalten bis hin zu Delikten: z.B. häufige Fehlzeiten in der Schule; Prügeleien; Diebstähle, Weglaufen bis hin zum Gewaltdelikt) im Vordergrund. In der Jugendhilfe wird versucht, den Jugendlichen zur Einsicht in sein Fehlverhalten - mit dem er andere aber auch sich selbst schadet -, zu bringen und ihm mit pädagogischen Mitteln wie Grenzen setzen, Konsequenzen spürbar werden lassen u.a. zu begegnen. Der Erfolg scheitert aber oft an hartnäckigen Rückfällen und daran, dass viele der Jugendlichen Erwachsene nur schwer an sich heranlassen (manche haben eine enge Bindung an die Mutter, die aber ihrerseits kaum Einfluss auf die/den Jugendlichen hat). Im Seminar soll – in Fortsetzung vom WS 2013/14 - anhand von gut dokumentierten Fällen ein Verständnis der Konfliktdynamik, die hinter dem schwer verständlichen Verhalten steht, erarbeitet werde. -Konfliktdynamik- = die Art und Weise, wie der/die Jugendliche sich und die Beziehung zu seiner/ihrer Umwelt erlebt und wie dieses Erleben psychisch verarbeitet wird. Von der Einsicht in die spezifische Form der Störungen her werden sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und erörtert. Das Seminar ist auch offen für neu hinzukommende Teilnehmer_innen. Literatur: Literaturliste mit Kommentaren zur besseren Nutzung der Literatur für Hausarbeiten liegt zu Beginn des Semesters vor. Bemerkung Fortsetzung des Seminars vom Sose 2014. FB 01 Institut für Sozialwesen Uni Kassel WiSe 2014/15 Soziale Arbeit Prof. Dr. Kipp Hilde