Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Stadtentwicklung und Wohnen
Teilmodul von G.-Prof. Henry Beierlorzer Neues Wohnen für die alte Stadt – Impulse für die Innenstadtentwicklung Die seit rund 10 Jahren diskutierte -Renaissance der Innenstädte- meint vor allem auch eine wieder wachsende Bedeutung innerstädtischen Wohnens. Empirische Belege hierfür sind allerdings...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenTeilmodul von G.-Prof. Henry Beierlorzer
Neues Wohnen für die alte Stadt – Impulse für die Innenstadtentwicklung
Die seit rund 10 Jahren diskutierte -Renaissance der Innenstädte- meint vor allem auch eine wieder wachsende Bedeutung innerstädtischen Wohnens. Empirische Belege hierfür sind allerdings nur in Ansätzen vorhanden und konzentrieren sich auf Beobachtungen in metropolen und dynamischen Großstadträumen. Wie stellt sich das Thema eigentlich in nicht-wachsenden, eher stagnierenden und vom demografischen Wandel betroffenen kleineren und mittleren Städten dar?
Unabhängig von der Messbarkeit eines möglicherweise vorhandenen Trends verbleibt qualitätsvolles innerstädtisches Wohnen die zentrale Aufgabe der Stadtentwicklungs- politik: Innenentwicklung und der Stärkung der Innenstädte, Stadt der kurzen Wege und die komplexe Stadt; vitale Nutzungsmischung für kreative Milieus zum Wohnen und Arbeiten; neue Urbanität und bessere Nutzung der Infrastruktur; demografischer Wandel und die Rückbesinnung auf das Wohnen in der Stadt für das Wohnen mit Kindern und das Wohnen im Alter – die in fast allen Masterplänen und Entwicklungskonzepten enthaltenen zentralen Ziele nachhaltiger Stadtentwicklung bedürfen integrierter Handlungsansätze für gutes Wohnen in der Mitte der Stadt.
Doch was heißt das konkret?
Was macht gutes Wohnen in der Innenstadt aus? Welche Bilder vom -urbanen Wohnen- sind positiv besetzt oder problembehaftet? Wie entstehen nicht nur -Wohneinheiten-, sondern Impulsprojekte für neue Qualitäten innerstädtischen Wohnens - differenzierte Wohnangebote für städtische Lebensmodelle, Beiträge zur Ressourceneffizienz und CO2-Minderung, Freiraumqualität und geeignete Infrastrukturen, Baukultur und Stadtbild sowie für neue Nachbarschaften und bürgerschaftliches Engagement? Wer sind die Akteure, welches die immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in gutes Wohnen bei Bestandserneuerung, Umnutzung und punktuellem Neubau?
Im Rahmen des Seminars soll diesen Fragen nachgegangen und herausgearbeitet werden, welche besonderen Qualitäten und Modelle innerstädtischen Wohnens mit welchen (alten) und neuen Instrumenten der Planung und aktiven Projektentwicklung befördert werden können. Schließlich soll speziell im Zusammenhang mit dem Projekt -Entwürfe für Korbach- - die Frage diskutiert werden, inwieweit neue Wohnformen und Wohnprojekte, wie wir sie aus Großstädten kennen, auf kleinere Städte übertragbar sind.
Teilmodul von V.-Prof. Dr.-Ing. Frank Roost
In dem Seminar werden stadt- und regionalsoziologische Aspekte des Wohnens am Beispiel aktueller Entwicklungen vermittelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen des demografischen Wandels und der Veränderungen von Familienstrukturen bzw. Lebensstilen auf die Wohnformen und die Wohnungsnachfrage.
Thematisiert werden zudem die aus solchen Zusammenhängen resultierenden stadträumlichen Prozesse wie die Reurbanisierung genannte Tendenz breiter Bevölkerungsschichten, wieder innerstädtisches Wohnen dem herkömmlichen Einfamilienhaus vorzuziehen. Dazu gehören aber auch die mit der Verschärfung sozialräumlicher Ungleichheiten verbundenen Probleme wie Segregation und Gentrifizierung.
Voraussetzung für einen Leistungsnachweis sind ein in Gruppenarbeit vorzubereitendes Referat als Inputbeitrag sowie eine aktive Teilnahme an den Diskussionen im Seminar.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2012/13
Architektur
Prof. Dr.-Ing.
Roost Frank Ing