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Uni-Dortmund
14. März 2017

Seminar Stadtraum in Zeiten von Migration und Translokalität

Vor dem Hintergrund interregionaler Disparitäten, neuer Haushaltsformen und verbesserter Transport und Kommunikationstechnologien haben sich Migrationsprozesse in vielen Ländern des Globalen Südens intensiviert und vervielfältigt, ebenso ist in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme internationaler Migrationsdynamiken festzustellen. Migration, auch über die herkömmliche...

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Vor dem Hintergrund interregionaler Disparitäten, neuer Haushaltsformen und verbesserter Transport und Kommunikationstechnologien haben sich Migrationsprozesse in vielen Ländern des Globalen Südens intensiviert und vervielfältigt, ebenso ist in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme internationaler Migrationsdynamiken festzustellen. Migration, auch über die herkömmliche Land-Stadt Wanderung hinausgehend, ist damit heute zu einem zentralen Bestandteil des Lebens in Städten geworden. Neue translokale Ansätze weisen auf die ortsübergreifenden Bindungen, Beziehungen und Praktiken von Migranten hin, die ihre Ankunfts- und Herkunftsregion z.B. durch multilokale Einkommenserwirtschaftung verknüpfen. Und aufgrund zunehmend temporärer Wanderungsformen und translokaler Lebensführung sind Städte und deren (oft informelle) Zuwanderungsquartiere zunehmend nicht nur Ziele, sondern auch Durchgangsorte von Migration. Plurilokale Bezüge und Durchgangsmigration viele StadtbewohnerInnen stellen Stadtregierungen und –verwaltungen z.B. im Bereich der Wohnungsversorgung vor neue Herausforderungen, andere (teils grenzüberschreitende) Governance-Formen und Konzepte sind notwendig. Das Seminar will anhand aktueller Diskussionen und Konzepten zum Wandel des städtischen Raumes der Frage nachgehen, wie Migration und Translokalität die Städte in Entwicklungsländern verändern; abschließend wird das Thema auch auf Städte in Deutschland bezogen. Ebenso soll herausgearbeitet werden, wie angesichts neuer Herausforderungen Akteure in Politik und Planung auf diese veränderten Realitäten reagieren bzw. diese auch gestalten (sollten). Dabei werden Konzepte wie Global Cities, Mega Cities, Super Diversity, Local Integration, Translokalismus und Transnationalismus Berücksichtigung finden. Geplantes Programm • Neuere globale Migrationstrends • Aktuelle, u.a. globalisierungstheoretische stadträumliche Konzepte • Translokalisierung und Transnationalismus • (Stadt-) Politische und planerische Antworten auf Migration und Translokalisierung • Planungspraktische Beispiele aus Entwicklungsländern und Deutschland Voraussetzungen B.Sc. RP (2007): Erfolgreicher Abschluss der Module 1 - 3, 6 und 8 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung) B.Sc. RP (2012): Erfolgreicher Abschluss der Module 1, 2, 8, 9 und 12 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung) Fachgebiet International Planning Studies B.Sc. RP (2007): Erfolgreicher Abschluss der Module 1 - 3, 6 und 8 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung) B.Sc. RP (2012): Erfolgreicher Abschluss der Module 1, 2, 8, 9 und 12 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung) Prüfung: Teilleistung (benotet) Prüfungsform: Seminar Die Bearbeitung der Teilleistung erfordert die regelmäßige und aktive Mitarbeit der Studierenden. Diese umfasst insbesondere mündliche und schriftliche Diskussionsbeiträge sowie: Die Arbeitsmethoden sind eine Mischung aus einführenden Vorträgen, begleitender Lektüre, Referaten und Plenumsdiskussionen. Die Mitarbeit der Studierenden, u.a. in Sitzungsvorbereitenden Kleingruppen, bildet einen wichtigen Bestandteil der Veranstaltung. Eine Literaturliste wird zur Verfügung gestellt. Technische Universität Dortmund WiSe 2013/14 Bachelor Raumplanung (2012) Dr. Dick Eva M.A