Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Symbole des Bösen
Die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo, der Terror des IS oder die Mordserie des NSU lassen uns gegenwärtig das Böse als eine Realität erscheinen. Von -dem Bösen- zu reden bedeutet, etwas identifizierbar zu machen, einzugrenzen, vom eigentlich Menschlichen...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo, der Terror des IS oder die Mordserie des NSU lassen uns gegenwärtig das Böse als eine Realität erscheinen. Von -dem Bösen- zu reden bedeutet, etwas identifizierbar zu machen, einzugrenzen, vom eigentlich Menschlichen abzusondern. Abgesehen von möglichem politischen Kalkül ist es ein Versuch, etwas in den Begriff zu bekommen und von sich selbst fern zu halten, das im Grunde allgegenwärtig ist – die bedrohliche und faszinierende Möglichkeit für die menschliche Freiheit, sich zum Bösen zu entscheiden. Woher aber kommt das Böse als Möglichkeit und Faktum menschlichen Handelns, wie zeigt es sich, worin liegt seine Eigenart? Und wie ist es um die menschliche Freiheit bestellt, wenn sie vom Bösen quasi überwältigt werden kann? Schließlich: Gibt es nicht das Böse in derart dämonischen Formen, dass es mit menschlichen Maßstäben nicht mehr erklärbar ist? Und wie kann ein guter Gott dies akzeptieren? Diese Fragen beschäftigen seit jeher Theologie und Philosophie, aber auch die Verhaltensbiologie und die Psychologie. Neben einigen theologischen -Klassikern- in den Spekulationen über das Böse geht das Seminar aktuellen Überlegungen in Philosophie sowie Theologien verschiedener Religionen nach und befragt sie auf ihre Stärken und Schwächen für die Erklärung dessen, was Menschen als böse erfahren.
FB 02 Institut für Katholische Theologie
Uni Kassel
SoSe 2015
Lehrveranstaltungspool FB 02
Katholische Religion L3
Prof. Dr.
Kutzer Mirja