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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Texte aus der Apostelgeschichte des Lukas

-Die Apostelgeschichte hat in der Gegenwart, da nicht nur die Rückfrage nach der tatsächlichen Anfangsgeschichte der Kirche, sondern auch die Frage nach deren Maßgeblichkeit für das gegenwärtige Leben ihrer Gemeinden neu belebt wurde, als das wichtigste geschichtstheologische Dokument des Kanons...

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-Die Apostelgeschichte hat in der Gegenwart, da nicht nur die Rückfrage nach der tatsächlichen Anfangsgeschichte der Kirche, sondern auch die Frage nach deren Maßgeblichkeit für das gegenwärtige Leben ihrer Gemeinden neu belebt wurde, als das wichtigste geschichtstheologische Dokument des Kanons ihre Wirkung wieder geltend gemacht. Der Auslegung der Apostelgeschichte hat sich die neutestamentliche Forschung seit einiger Zeit mit verstärktem Engagement zugewandt.- (R. Pesch) Zur Zeitgeschichte der Apostelgeschichte: -Man konnte sich im Gruppendenken einigeln (dies der Ausweg einzelner -Häretiker-) oder ins Private ausweichen (dies der Weg der intellektualisierenden Gnosis), man konnte sich in die alltäglichen Aufgaben vor Ort eingraben (dies die Gefahr der Pastoralbriefe) oder wenigstens die Gegenwart in die apokalyptische Optik nehmen (dies der Ausweg der Offenbarung Johannis und mehrerer Deuteropaulinen). Lukas zeigt demgegenüber, daß auch unter den neuen Bedingungen gute Aussichten bestehen. Die eigene Sache kann sich sehen lassen und braucht weder geistesgeschichtliche noch juristische Widersprüche zur fürchten. … Daß Lukas sich entschloß, nicht eine Apokalypse, sondern eine hellenistische Historiographie zu schreiben, allein diese literarische Entscheidung zeigt jene Weichenstellung an. Lukas hat also nicht nur gefordert, sondern auch ausgeführt, was er erkannt hat, und diese Erkenntnis gehört zu den unverlierbaren Verdiensten seines Werkes.- (G. Schille) Zur Arbeitsweise: Seminarform mit Anfertigung und sorgfältiger Besprechung von Protokollen zu den Texten. • R. Pesch, Die Apostelgeschichte, EKK 1-12: V/1; 13-28: V/2, Zürich, Köln, Neukirchen-Vluyn, 1986 • K.-W. Niebuhr (Hg.), Grundinformation Neues Testament, Eine bibelkundlich-theologische Einführung, Göttingen 2008 • U. Schnelle, Theologie des Neuen Testaments, Göttingen 2007 Bemerkung 01. Do. 23.10.14 - Vorstellung des Programms 02. Do. 30.10.14 Apg 1,1-2,42 Die Entstehung der Kirche : Himmelfahrt und Pfingsten 03. Do. 06.11.14 Apg 2,43-5,11 Der Durchbruch in die Öffentlichkeit 04. Do. 13.11.14 Apg 5,12-8,1a Der Übergriff der jüdischen Behörde 05. Do. 20.11.14 Apg 8,1b-11,18 Die Ausbreitung der Kirche ins Umland 06. Do. 27.11. 14 Apg 9,1-9,30 Saulus – Paulus: Das Ende der Verfolgung 07. Do. 04.12.14 Apg 9,31-11,18 Kornelius und Petrus: Die Heidentaufe 08. Do. 11.12.14 Apg 11,19-12,25 Die Ausbreitung der Botschaft unter den Völkern : Antiochia und Jerusalem 09. Do. 18.12.14 Apg 13,1-15,35 Erste Missionsreise des Paulus und Apostelkonvent 10. Do. 08.01.15 - fällt aus (Urlaub) 11. Do. 15.01.15 Apg 15,36-19,40 Zweite und dritte Missionsreise: Griechenland und Kleinasien 12. Do. 22.01.15 Apg 20,1-24,27 Das Recht der Verkündigung : Abschied und Gefangennahme 13 Do. 29.01.15 Apg 25 u. 26 Die römische Hoheit über Paulus 14. Do. 05.02.15 Apg 27 u. 28 Transport nach und Aufenthalt in Rom 15 Do. 12.02.15 - Zusammenfassung und Ergebnisse Bei Bedarf findet zum Abschluss ein Wochenendtreffen in Fritzlar statt. FB 02 Institut für Evangelische Theologie Uni Kassel WiSe 2014/15 Ev.Religion Professor Umbach Helmut Professor