Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Thomas Mann Doktor Faustus
Kurzbeschreibung: Bereits 1904 hielt Thomas Mann in einem Notizbuch die Keimzelle des Romans Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde fest, der 1948 erschienen ist: -Figur des syphilitischen Künstlers: als Dr. Faust und dem...
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Jetzt Lernplan erstellenKurzbeschreibung: Bereits 1904 hielt Thomas Mann in einem Notizbuch die Keimzelle des Romans Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde fest, der 1948 erschienen ist: -Figur des syphilitischen Künstlers: als Dr. Faust und dem Teufel Verschriebener. Das Gift wirkt als Rausch, Stimulans, Inspiration; er darf in entzückter Begeisterung geniale, wunderbare Werke schaffen, der Teufel führt ihm die Hand. Schließlich aber holt ihn der Teufel : Paralyse.- Doch erst als dieser – augenscheinlich an das Schicksal Friedrich Nietzsches angelehnte – Lebenslauf mit der eigenen Biographie und dem (deutschen) Schicksal jener Menschheitstragödie zu verschmelzen beginnt, mit der als ‚Zweitem‘ unsere Zählung der Weltkriege fortgesetzt worden ist, zeigt sich das Projekt dieses Spätwerks reif.
Lernziele/Kompetenzen: Das Seminar will diesen Roman zum Anlaß nehmen, die Vielfalt der analytischen Instrumentarien zu erproben, die der Literaturwissenschaft zu Gebote stehen: Erzählperspektive(n), Editionskritik, Quellenkritik, Intertextualität, Biographie (Friedrich Nietzsches) und Autobiographie (Thomas Manns), Analyse eines Werks im Spiegel der Selbstäußerungen seines Autors und im Spiegel seiner Rezeptionsgeschichte, Verhältnis von Literatur und (Faust)Mythos, Literatur und Musik, Literatur und Philosophie, Literatur und Geschichte (Erzählzeit und erzählte Zeit) etc.
Teilnahmemodalitäten/Voraussetzungen: Obligatorisch ist vorab die Anwesenheit in der ersten Sitzung vom 9. April 2015 – in der die genaue(re)n Teilnahmebedingungen in Form des Programms bekanntgegeben werden –, die sich durch die Anwesenheit in den folgenden Sitzungen konsolidiert und, gemeinsam mit der Verpflichtung zu einem Impulsreferat im Rahmen einer Arbeitsgruppe, schließlich in der dritten Sitzung zur definitiven Anmeldung führt.
Modulprüfung: Wissenschaftliche Hausarbeit.
Eignung für angewandte Studiengänge: Im Sinne der unter Lernziele/Kompetenzen formulierten Voraussetzungen bietet sich das Hauptseminar besonders für Studierende der angewandten Kultur- und Literaturwissenschaften an, die an historischen Fragen des deutsch-französischen, deutsch-englischen oder deutsch-spanischen Kulturtransfers und der Intertextualität bzw. medialität interessiert sind.
Literatur: Thomas Mann, Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde (1947), Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 2001 (39. Aufl.), ISBN 978-3-596-29428-2.
Technische Universität Dortmund
SoSe 2015
Institut für deutsche Sprache und Literatur
Prof. Dr.
Stingelin Martin