Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Übung 1965-75 Mensch und Design

Für Claude Sautet haben die Namen seiner Filmfiguren die Funktion, ihren Charakter in verdichteter Form zu benennen. Helene (Romy Schneider) galt die schönste Frau ihrer Zeit, als solche kommt zu Geltung bei einige seiner Filme vor. Das Streben von Sautet,...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Für Claude Sautet haben die Namen seiner Filmfiguren die Funktion, ihren Charakter in verdichteter Form zu benennen. Helene (Romy Schneider) galt die schönste Frau ihrer Zeit, als solche kommt zu Geltung bei einige seiner Filme vor. Das Streben von Sautet, stets den richtigen Namen für seine Helden zu finden, kennzeichnet seinen Versuch, mit den Mitteln seines Metiers die Gesellschaft als Ganzes zu beschreiben. Nachdem der Film -Die Dinge des Lebens-, die Grundlage eine rege Diskussion lieferte, möchte die Veranstaltung im ähnlichen Form vorgehen. Die Hauptfiguren der Veranstaltung sind der ersten drei Spielfilme, die Claude Sautet mit Romy Schneider gedreht hat, geliehen. (Les Choses de la Vie, 1970 / Max et les ferrailleurs, 1971 / César et Rosalie, 1972) Der Seminar -1965-75; Mensch und Design- versteht sich als eine chronologische kulturwissenschaftliche Skizze dieser Zeit, die so viele Veränderungen hervorbringt. Soziologische Gegebenheiten und Dinge des Lebens, Meisterwerke der Filmkunst und Gegenstände, die Mensch und Design verbinden; das alles stehen für die zahlreiche atmosphärische Bilder der späteren 60ger und früheren 70ger. Als Sekundärliteratur dazu, -Das Parlament der Dinge- und -Der Berliner Schlüssel- sorgen hier für Diskussionsstoff und Vergleichsparameter. Mensch, es ist die eine oder andere Filmfigur, die als Protagonist einer Entwicklung vortritt. Er ist der kritische Zeitgenosse, der die Dinge des Lebens als Wirkungskräfte akzeptiert, zugleich sie als Gestalter oder Verbraucher wahrnimmt. Design, versteht sich als logische Folge der Verbindung: Kunst + Technik. Kunst, das ist die kulturbezogene Tätigkeit, die der jeweilige Epoche mit ihren sinnlichen Besonderheiten für die Ewigkeit auf die eine oder andere Art fest hält. Technik, das ist die Menge der Errungenschaften, die von Menschen angewandt werden, um die übrige Natur für ihre Zwecke zu verändern und umzugestalten, neuerdings sogar um auch den Menschen selbst zu verändern. Dozent: Dimitris Mouftoglou Kunsthochschule Kassel Uni Kassel WS 2009/2010 Produktdesign Dr. Jonas Wolfgang