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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Übung Theorie und Geschichte der Pflanzenverwendung Naturnahe Pflanzenverwendung

Das Seminar behandelt in diesem Semester vorrangig die naturnahe Pflanzenverwendung, die in den 1980er Jahren ihre Blüte hatte, deren Grundgedanken aber in letzter Konsequenz bis zum Landschaftspark zurückreichen. Die Ideen der naturnahen Gestaltung von Freiräumen wird zum einen über die...

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Das Seminar behandelt in diesem Semester vorrangig die naturnahe Pflanzenverwendung, die in den 1980er Jahren ihre Blüte hatte, deren Grundgedanken aber in letzter Konsequenz bis zum Landschaftspark zurückreichen. Die Ideen der naturnahen Gestaltung von Freiräumen wird zum einen über die Lektüre historischer Texte erschlossen und zum anderen über die konkrete Anschauung von Freiräumen in Kassel, die mit dem Gedanken naturnaher Pflanzenverwendung ausgestattet wurden. Aus beiden Themenfeldern werden Referatsthemen gebildet und Texte verfasst. Nicht nur die Landschaftsarchitektur griff das Thema auf, auch die Gartenämter reagierten in der Pflege, überwiegend durch eine Zurücknahme der Arbeitsintensität. Auch hiervon zeugen noch verschiedene Spuren im Stadtgebiet von Kassel. Um die damals hergestellten Freiraumqualitäten einschätzen zu können, ist es zudem notwendig, über die Kenntnis der wichtigsten pflege- und nutzungsstabilisierten Pflanzengesellschaften zu verfügen. Diese wurden insbesondere im Zuge der sogenannten Pflegeextensivierung vielfach überformt. Ohne Kenntnis der Ausgangsgesellschaften ist die Abweichung nicht zu verstehen. Insofern vermittelt das Seminar grundlegende Kenntnisse angewandter Vegetationskunde am Beispiel naturnaher Pflanzenverwendung. Ergänzungen findet die theoretische Bearbeitung des Themas im parallel laufenden Projekt (Naturnahe Freiraumplanung) und dem Projektseminar (Landschaftsbau-Vegetationstechnik). Zu den Seminaraufgaben zählen die gemeinsame Eingrenzung der Themen, Bibliotheksrecherchen und das Schreiben eines eigenen Textes. Lernziele und Kompetenzen sind auf das wissenschaftlich fundierte Verständnis historischer und aktueller Ansätze der Pflanzenverwendung gerichtet. Damit wird nicht nur eine vertiefte Kenntnis vorhandenen Wissens erarbeitet, sondern die Grundlage für die Fähigkeit gelegt, selbständig nachvollziehbare Problemdefinitionen und kreative Problemlösungen zu formulieren. Literatur: Bellin-Harder, F. 2009: Nachhaltige Vegetationsausstattung in der Freiraumplanung. In: Eisel; Körner; Wiersbinski (Hrsg.): Landschaft in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Bd. III. Arbeitsberichte des Fachbereichs ASL, Heft 168. S. 173-215. Kassel Hilgenstock, F.; Witt, R. 2003: Das Naturgarten-Baubuch. 215 S. München Körner, Stefan 2007: Die Naturgartenidee. In: Eisel, Ulrich; Körner, Stefan (Hrsg.): Landschaft in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Band II. Arbeitsberichte des Fachbereiches ASL Heft 166. S. 105-115. Kassel LeRoy, L. G. 1978: Natur ausschalten, Natur einschalten. 219 S. Stuttgart Schürmeyer, B.; Vetter, C. A. 1983: Die Naturgärtnerei. Arbeitsberichte des Fachbereichs ASL, Heft 42. Kassel Schwarz, Urs 1980: Der Naturgarten. 96 S. Frankfurt/Main FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2011/12 Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung Dr.-Ing. Bellin Harder Florian Ing