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Uni-München
14. März 2017

Seminar und Lektürekurs Moses Mendelssohns Ästhetik Die Bestimmung der Schönheit in den Briefen 8218 Über die Empfindung 8216 Blockseminar

Moses Mendelssohn ist eine der wichtigsten Figuren der deutschen Aufklärungsphilosophie. Seine ästhetischen Schriften sind heute eher unbekannt, obwohl die darin enthaltene Theorie der Gefühle, insbesondere die Ausführungen zu den vermischten Empfindungen, Antworten auf die großen Fragen der Kunst liefern könnten:...

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Moses Mendelssohn ist eine der wichtigsten Figuren der deutschen Aufklärungsphilosophie. Seine ästhetischen Schriften sind heute eher unbekannt, obwohl die darin enthaltene Theorie der Gefühle, insbesondere die Ausführungen zu den vermischten Empfindungen, Antworten auf die großen Fragen der Kunst liefern könnten: Was ist der Grund des Gefallens eines Kunstwerk? Welche Rolle spielen dabei seine Beschaffenheiten? Wie ist das Verhältnis zwischen Rezipient und Produzent? Welche Verbindung besteht zwischen Ästhetik und Moral? Mendelssohns Theorie der vermischten Empfindungen versteht das Kunstwerk als Repräsentant einer Vollkommenheit, allerdings nicht im materialen Sinne, sondern mit Blick auf das Subjekt. Das Verhältnis zwischen Vollkommenheit und Subjekt kann in zwei Dimension aufgezeigt werden: Einmal im Hinblick auf die Verbesserung und Erweiterung der Erkenntnisfähigkeiten des Rezipienten, wenn dieser nämlich in der Ablehnung einer missfälligen Vorstellung seine subjektiven Kräfte übt und sie damit zur Vervollkommnung bringt. Das andere Mal im Hinblick auf den Künstler, dessen Kräfte das Werk erst erschaffen und dem Rezipient die Übung und Verbesserung seiner Fähigkeiten ermöglichen. Der Zustand der ästhetischen Erfahrung impliziert damit nicht nur die Ebene der Rezeption, sondern ermöglicht darüberhinaus den Bezug auf ein äußeres Drittes, nämlich den Künstler. Mendelssohns Theorie ermöglicht damit eine Differenzierung zwischen der Beschaffenheit des schönen oder häßlichen Objekts, sowie zwischen der künstlerischen Produktion und der Wirkung des Kunstwerks auf den Betrachter. Im Rückgriff auf psychologische Gesetzmäßigkeiten ästhetischer Wahrnehmung versucht er eine Erklärung, wie missfällige Empfindungen zum Erlangen einer ästhetischen Erfahrung beitragen. Im Seminar soll nicht nur Mendelssohns Theorie der Gefühle im Zentrum stehen, sondern sie soll auch in einen Kontext zu anderen Ästhetiken, insbesondere der Baumgartens und Kants, gestellt werden. Literaturhinweise folgen per Mail. Leistungsnachweis • BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie: Hausarbeit ODER (Referat+Ausarbeitung) ODER (Referat+Ergebnisprotokoll); je nach Vorgabe der/s Dozierenden Anmeldung bis 30.Mai 2016 unter anna.maria.c.bartsch@gmail.com Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft • BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie: Hausarbeit ODER (Referat+Ausarbeitung) ODER (Referat+Ergebnisprotokoll); je nach Vorgabe der/s Dozierenden Anmeldung bis 30.Mai 2016 unter anna.maria.c.bartsch@gmail.com LMU München SoSe 2016 Bartsch Anna Maria