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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Unkonventionelles in Kindertexten

Unkonventionelles in Kindertexten ist das, was auffällt, ungewohnt ist, vielleicht sogar stört und verbesserungswürdig erscheint. Das Konventionelle ist dagegen das Übliche, das Erwartbare. Das Seminar wird sich mit beiden Seiten des Blicks auf die Kindertexte beschäftigen, um das gesamte Lernpotenzial...

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Unkonventionelles in Kindertexten ist das, was auffällt, ungewohnt ist, vielleicht sogar stört und verbesserungswürdig erscheint. Das Konventionelle ist dagegen das Übliche, das Erwartbare. Das Seminar wird sich mit beiden Seiten des Blicks auf die Kindertexte beschäftigen, um das gesamte Lernpotenzial der Texte für die Initiierung von Lernprozessen beim TExtschreiben nutzen zu können. Lernpotenziale gibt es in Kindertexten deshalb, weil das, was wir auf dem Papier vorfinden, Ergebnis zurückliegender Lernprozesse ist. Kinder nutzen Erfahrungen mit anderen Texten für die Produktion eigener Texte. Hier gilt es Inhalte und Formen im Schreibunterricht zu finden, so dass den Kindern diese Potenziale gezeigt werden können, damit sie ihre Schreibkompetenz entwickeln können. Den Seminarsitzungen liegen jeweils Texte zur Vorbereitung zugrunde, die vorgestellt und vorbereitet werden sollen. Außerdem gibt es eigene Versuche zur Gestaltungen von Schreibumgebungen. Denn der Blick auf das Unkonventionelle soll vor allem die kreative und poetische Seite des Schreibens stark machen. Das Seminar damit auch als Vorbereitung eines Seminars zum Kreativen Schreiben mit Kindern im SoSe 2015. Im Sommersemester sollen auf Grundlage der konzeptionellen Einsichten aus diesem Seminar Konzepte für einen Workshop zum Kreativen Schreiben mit Kindern entwickelt werden, die dann an Schulen in um um Kassel tatsächlich mit Kindern realisiert werden sollen. Die Teilnahme am Seminar im SoSe ist selbstverständlich nicht zwingend!) • Dehn, Mechthild, Merklinger, Daniela, Schüler, Lis (2011): Texte und Kontexte. Schreiben als kulturelle Tätigkeit in der Grundschule. Seelze: Klett/Kallmeyer. • Friske, Sigrid (2010): Vom Entwurf zum fertigen Text. In: Altenburg, Erika u.a. (2010): Kinder verfassen Texte. Schreibkompetenzen fördern und bewerten ab dem 2. Schuljahr. München: Oldenbourg, S. 110 – 134. • Fix, Martin (2008): Texte schreiben. Schreibprozesse im Deutschuntericht. Paderborn u.a.: Schöningh. • Grießhaber, Wilhelm (2014): Erst- und zweitsprachliche Mittel bei der (un-)konventionellen Gestaltung von Texten. In: Kruse, Norbert u.a. (Hrsg.): Unkonventionalität in Lernertexten. Zur Funktion von Divergenz und Mehrdeutigkeit beim Textschreiben. Berlin: ESV; S. 109 – 131. • Kruse, Norbert/Reichardt, Anke (2014): Kindertexte bewerten. Kriteriengeleite Rückmeldungen zu Textmerkmalen. Grundschule Deutsch H. 43/2014, S. 10-11. • Merklinger, Daniela (2014): Texte schreiben. Zum Gebrauch von Textmustern herausfordern. Grundschule Deutsch H. 43/2014, S. 4 – 7. • Rathmann, Claudia (2014): -Ich weiß nicht, was ich schreiben soll-. Was Kinder beim Schreiben unterstützen kann. Grundschule Deutsch H. 43/2014, S. 8 – 9. Bemerkung SprDid Seminarform: Plenar und Selbststudium Struktur der Seminarsitzungen (mit Ausnahmen): • Vorstellung des Bezugstextes durch Studierende(45 Min.): a) Vorstellung des Textes als Text! (+ Kontext: Warum wurde der Text geschrieben?) b) Vorstellung eines Zitates aus dem Text (Warum wurde das Zitat ausgewählt?) c) Vorstellung von Aufbau und Inhalt des Textes (Was bringt der Text Neues? Was ist seine Bedeutung für das Schreiben und Bewerten von Texten?) • Vorbereitete Rückfragen zur Vorstellung durch zwei Studierende (10 Minuten) (Was wird von der Vorstellung erwartet? Abgleich mit dem, was tatsächlich vorgestellt wurde). • Vorbereitung auf das neue Thema durch den Seminarleiter (45 Min.). FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel WiSe 2014/15 Germanistik/Deutsch Prof. Dr. Kruse Norbert