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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Wechselbilder von Schulhöfen über Schulhöfe und ihre Umgebungen als Spiegel der Gesellschaft

Das, was sich über Landschaften (-landscapes-), Räume (-Spaces-) und Orte (-Places-) sagen läßt, ist strukturell auch auf kleinsten Maßstabsebenen – beispielsweise auch an Schulhöfen – nachzuvollziehen. Sie sind als -Registrierplatte-, als eine Art Archiv von Zeichen und Spuren von Gesellschafts--Spielen-...

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Das, was sich über Landschaften (-landscapes-), Räume (-Spaces-) und Orte (-Places-) sagen läßt, ist strukturell auch auf kleinsten Maßstabsebenen – beispielsweise auch an Schulhöfen – nachzuvollziehen. Sie sind als -Registrierplatte-, als eine Art Archiv von Zeichen und Spuren von Gesellschafts--Spielen- unterschiedlichster Ausprägung zu deuten: Zeichen und/od. Spuren von Identitätszuschreibung, -suche, -flucht, von verorteten Normen, von An- und Enteignung (Territorialität); Zeichen u./od. Spuren von Anschauungen, von Weltbildern, von Selbst- und Fremdwahrnehmung, von Gewalt, Übergriff und Unterwerfung, von Hierachisierungen, von Ungerechtigkeiten, […],[…],[…]; aber insbesondere auch von Ideen eines Lernens zwischen -Bildung- und -Unbildung-. Oft sind es gerade die alltags- und erfahrungsweltlichen Dinge, die uns sehr viel über die oben genannten Dimensionierungen -sagen- (allerdings nicht eindeutig, sondern mehrfach codiert). Vor dem Hintergrund von Deutungs- und Interpretationskünsten geht es sowohl um Innenwelten in der Außenwelt, als auch um außenweltliche Erscheinungen als Spur zu jeweiligen Innenwelten. In diesem Sinne spielen auch im-materielle Räume, die auch die Schulhofgrenzen überschreiten, eine wichtige Rolle – vor allem dann, wenn es um Selbstverortungen und Selbstreflexion geht. Zwei Dimensionen, die im Rahmen interkulturellen Geschehens Wahrnehmungen bedingen und die Schulhöfe als -spontane- Orte interkultureller Bildung erscheinen läßt. An die Schulhöfe in ihren Ortsqualitäten als Kulturraum der besonderen Art und auch an die oben erwähnten Interpretationskünste möchte ich in diesem Seminar auf verschiedenen Ebenen heranführen: auf der Ebene einer Theoriebildung im Sinne innovativer kulturwissenschaftlicher und raumsoziologischer Ansätze, aber auch auf einer empiriebezogenen Ebene, auf der ich sowohl mit Schülern als auch mit Studierenden Momentaufnahmen von soziokulturellem und gesellschaftlich bedeutsamen Geschehen auf und um Schulhöfe herum in unterschiedlichster Weise festgehalten habe (-Protokolle- unterschiedlichster Art spielen hier eine Rolle: Kartierungen, Filmsequenzen, Transkriptionen von Interviews, Beobachtungsprotokolle unterschiedlichen Kalibers zwischen -Objektivierung- und Selbstreflexion). FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel SoSe 2015 Sachunterricht Kernstudium Prof. Dr. Kruckemeyer Frauke