Uni-München
14. März 2017Seminar Wissenschaft und Gegenkultur
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spielten eine bedeutende Rolle in den -Bewegungen- der zweiten Hälfte des 20. Jh.: der Umweltbewegung, der Friedensbewegung, der Frauenbewegung, der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung etc. Im Rahmen des Kurses wird dieses heterogene Spektrum (zumindest vorläufig) unter dem Begriff der...
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Jetzt Lernplan erstellenWissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spielten eine bedeutende Rolle in den -Bewegungen- der zweiten Hälfte des 20. Jh.: der Umweltbewegung, der Friedensbewegung, der Frauenbewegung, der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung etc. Im Rahmen des Kurses wird dieses heterogene Spektrum (zumindest vorläufig) unter dem Begriff der -Gegenkultur- zusammengefasst. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren aber andererseits auch Teil des -Establishments-, das sich gegen gesellschaftliche Veränderungen wandte und den Status quo – oft mit wissenschaftlichen Argumenten – zu verteidigen suchte. Die resultierenden Spannungen werden wir an ausgewählten Beispielen analysieren. Dabei ist auch zu fragen, wie diese Dynamik dazu beitrug, dass sich im gleichen Zeitraum die Vorstellungen von -Wissenschaft- und -Wissenschaftler- sowie ihrer Objektivität und Autorität grundlegend wandelten.
Darüber hinaus legt der VTK einen methodischen Schwerpunkt auf den Umgang mit historischer Argumentation. Das betrifft einerseits die Argumentanalyse: Wie erkennt man den Verlauf eines Arguments in einem Text, ohne ihn vollständig zu lesen? Wie identifiziert man die These, ihre Begründung und die angeführte Evidenz? An welchen Stellen ist Kritik möglich? Andererseits werden wir auch den Entwurf des eigenen Arguments üben: wie formuliert man eine geeignete These? Wie wählt man hilfreiche analytische Begriffe und entwickelt schließlich ein überzeugendes Argument im eigenen Text?
Sachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, wohl aber die Bereitschaft, englischsprachige Quellen sowie Sekundärliteratur zu lesen und zu diskutieren. Die Teilnahme von Studierenden anderer Studiengänge ist ausdrücklich erwünscht.
Prüfungsformen im BA und mod. LA: KL+RE+HA
Prüfungsform im Master: RE+HA
Prüfungsform im GSP: KL+RE+HA
Literatur: Audra J. Wolfe, Competing with the Soviets: Science, Technology, and the State in Cold War America (Baltimore: The Johns Hopkins University Press, 2013), insb. Kap. 7–8; Kelly Moore, Disrupting Science: Social Movements, American Scientists, and the Politics of the Military, 1945–1975 (Princeton and Oxford: Princeton University Press, 2008); Wayne C. Booth, Gregory G. Colomb, Joseph M. Williams, The Craft of Research (Chicago: University of Chicago Press, 3rd edition, 2008).
Bemerkung
Folgende Termine finden regulär im Raum 202 / Historicum statt:
15.04., 22.04., 29.04., 06.05., 13.05., 20.05., 27.05., jeweils von 11:15–13:45 Uhr.
Folgende drei Blocktermine finden im Seminarraum des Forschungsinstituts des Deutschen Museums, Museumsinsel 1, 80538 München statt:
24.04., 15.05., 22.05., jeweils von 10:00–16:45 Uhr
Anmeldung
Anmeldung zur Übung bitte per E-Mail an: wg@lrz.uni-muenchen.de.
Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften
LMU München
SoSe 2015
Dr.
Joas Christian